15.10.2017 - 20:00 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Überführung in Neustädter und Bahnhofstraße soll 2019 erneuert werden Bahn schiebt bei Brückenbau an

Die Bahn macht weiter in Sachen Streckenmodernisierung mobil. Nun wird auch die zweite Bahnunterführung neu gebaut. Aber was ist mit der Elektrifizierung?

Bahnüberführung Bahnhofstraße-Neustädter Straße der Staatsstraße 2184 wird abgebrochen. Ein Ersatzbau soll voraussichtlich bis 2019 errichtet werden. Der Gemeinderat billigte eine entsprechende Planungsvereinbarung mit der Deutschen Bundesbahn Netz AG. Bild: ak
von Arnold KochProfil

Dem Gemeinderat lag der Entwurf einer Planungsvereinbarung mit der Deutschen Bundesbahn Netz AG über Abbruch und Neubau der Bahnbrücke über die Staatsstraße 2184 zur Entscheidung vor. Laut Bürgermeister Manfred Porsch hat die Deutsche Bahn AG die Planung zum Brückenneubau bei einem Nürnberger Ingenieurbüro in Auftrag gegeben. An den Kosten müssen sich neben ihr auch die Gemeinde und die Straßenbauverwaltung des Freistaates beteiligen.

Die Bahnüberführung in der Neustädter und Bahnhofstraße soll auf der Nordseite des vorhandenen Brückenbauwerkes erstellt und voraussichtlich bis 2019 gebaut und eingeschoben werden. Neben dem Abbruch und Neubau müssen auch Telekommunikations-, Signal-, Oberleitungs- und Oberbauanlagen samt Entwässerung der Bahnstrecke angepasst werden. Dazu sind die Straßenanbindungen sowie die Einmündungen der Kreuz- und Erfurter Straße im Kreuzungsbereich samt ihrer Entwässerung sowie die darin liegenden Ver- und Entsorgungsleitungen anzupassen. Die Gesamtkosten belaufen sich nach der ersten Kostenschätzung auf rund 6 Millionen Euro. Rund 10 Prozent wird die Gemeinde tragen müssen. Die Entwurfsplanung wird etwa 240 000 Euro verschlingen.

Die Planungsvorgaben sehen eine Fahrbahnbreite von 6,5 Meter zuzüglich beidseitiger Entwässerungsrinne von je 30 Zentimeter vor. Der Seitenstreifen an der Ostseite ist einen Meter, der Gehweg an der Westseite 2,5 Meter breit. Die Durchfahrtslänge der Brücke wird auf 10,6 Meter bei einer lichten Höhe von 4,5 Meter reduziert. Für den Eigenanteil wird die Gemeinde einen Zuschuss nach den Finanzausgleichsgesetz beantragen. Porsch ergänzte, dass dazu die Straßenbeleuchtung erneuert wird.

Zum Thema Elektrifizierung der Bahnstrecke Nürnberg-Marktredwitz berichtete er, dass dazu in Kürze erste Gespräche mit der Bahn AG stattfinden. Hans Schmid (FWG) wies darauf hin, dass auch das Thema Schallschutzmaßnahmen ein Besprechungspunkt sein muss. Die Planungsvereinbarung wurde einstimmig beschlossen.

Beim Abwasser nun einheitlicher Zeitraum

Zum Thema Sonstiges berichtete Manfred Porsch, dass in der zweiten Oktoberwoche die Bauarbeiten für die Querungshilfe am Ortseingang von Windischenlaibach begonnen haben. Dazu muss dieser Straßenabschnitt für zwei Wochen voll gesperrt werden. Die Umleitungsstrecke führt über die Neustädter Straße, Selbitz, Ramlesreuth und Nairitz wieder zur Staatsstraße in Windischenlaibach.

Der Bayerische Kommunale Prüfungsverband stellte bei der überörtlichen Rechnungsprüfung fest, dass bei der Kalkulation der Verbrauchsgebühren auf das Kalenderjahr abgestellt wird. Bei der Verbrauchsgebührenabrechnung wird jedoch der Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 30. September des Folgejahres abgerechnet. Durch diese Abweichung von Bemessungs- und Abrechnungszeitraum können kommunalabgabenrechtliche Probleme entstehen. Die Prüfer schlagen deshalb vor, die beiden Zeiträume anzugleichen. Dementsprechend ist auch die Fälligkeit der Vorauszahlungen neu festzusetzen.

Künftig werden Abschläge auf die Wasser- und Kanalgebühren zum 15. Mai, 15. August und 15. November von den Gebührenzahlern angefordert. Die vorgetragene Änderungssatzung tritt nach einstimmigen Beschluss des Gemeinderates zum 1. Januar 2018 in Kraft.

Zur Anfrage von Matthias Vogel teilte Porsch mit, dass es noch keine offiziellen Mitteilungen über den Verkauf des Baywa-Gelände gegeben hat. Auch die zugesagte Dekontaminierung hat noch nicht stattgefunden. (ak)

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