12.04.2018 - 20:10 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Viele Medaillen im Gepäck Sechs WM-Titel für die Hochstapler

Speichersdorf. Die Speed Stacker sind wieder zu Hause. Im Gepäck hatten die Mitglieder der Hochstapler einen ganzen Pack an Medaillen und Titeln von der Weltmeisterschaft in den USA.

Drei Tage lang kämpften Fabian Gosslau, Michael Nerlich, Monika und Michelle Gosslau, Carina Schmidt sowie Christine Lubig-Schmidt (von links) in Orlando um Medaillen. Wie zu sehen ist, mit beachtlichen Erfolg. Bild: ak
von Arnold KochProfil

In zwei Privat-Pkws waren sechs WM-Teilnehmer vom Flughafen Nürnberg abgeholt worden. Ihre Heimreise aus Orlando/Florida führte über eine Zwischenlandung in Amsterdam. "Wir hatten mit unserer Reiseroute Glück. Das restliche deutsche Team steckt noch in den USA wegen des Flughafenstreiks in Frankfurt/Main und eines am Startflughafen aufgezogenen Sturms fest", berichtete die dreifache Weltmeisterin Monika Gosslau. Bevor's zum Feiern in den Saal ging, musste die Wirtin des Imhofes kurz nach ihrem treuen Hund sehen, Leicht fröstelnd absolvierten die erfolgreichen Rückkehrer die Gratulations- und Wiedersehensrunde. Statt 28 bis 32 Grad in den USA waren es am Dienstag nur 14. "Wir freuen uns, euch wieder gesund und besonders erfolgreich in unseren Reihen zu haben", meinte Mannschaftstrainer Lothar Ziegler.

Mit zweitem Vorsitzenden Markus Knie, Internetbetreuer Christian Doser, Teamkollegen sowie Porsch stieß er mit den WM-Teilnehmern mit Sekt auf die Medaillen und Titel an. "Jetzt gibt's nicht mehr Hamburger und Fast-Food, sondern bayerisches Essen", scherzte Porsch, als es Pizzaschnitten gab.

In der Endrunde

Ganze 14 Tage weilte die Gruppe bei der Speed-Stacking-WM in Orlando. Zunächst lernten sie eine Woche lang Land, Leute, Meer und Sehenswürdigkeiten bei einer Rundreise kennen. Am 4. April, vier Tage vor dem Start der Vorrunde, zogen die Speichersdorfer mit dem deutschen Team und allen anderen Teilnehmern in das WM-Hotel Rosen Plaza ein. Dann begann unter Leitung von Bundestrainer Burkhard Reuhl das Vorbereitungstraining auf die dreitägige WM von Freitag bis Sonntag. Insgesamt 380 Speed Stacker, hauptsächlich aus den USA, China und Deutschland, kämpften dabei um Titel. In der Vorrunde am Freitag hatten sich die Speichersdorfer Becherstapler für die Endrunden am Samstag und Sonntag für die Disziplinen 363, Cycle Head to Head, Cycle, 333, Zeitstaffel und Doppel qualifiziert.

Erfolgreichste Teilnehmerin war Monika Gosslau mit drei Gold- (363 Head to Head, Cycle Head to Head, Zeitstaffel), zwei Silber- (333, Doppel) und einer Bronzemedaille (363). Michelle Gosslau gewann je ein Mal Gold (363 Head to Head) und Silber (Zeitstaffel). Gleiches gelang Carina Schmidt (363 Head to Head beziehungsweise Zeitstaffel 18 U). Eine "Goldene" nennt Fabien Gosslau (Zeitstaffel 19+) sein Eigen. Christine Lubig-Schmidt erhielt eine silberne (Zeitstaffel 45+) und eine bronzene Medaille (Cycle Head to Head) umgehängt, ebenso Michael Nerlich (Zeitstaffel 16 U beziehungsweise Cycle Head to Head).

Wettkämpfe im Blick

Die Hochstapler freuen sich schon auf die im Herbst beginnende Wettkampfsaison. Höhepunkte sind am 3. November die offenen bayerischen Meisterschaften in Speichersdorf, die mit dem zehnjährigen Bestehen des Vereins organisiert und in der Sportarena abgehalten werden. Im Februar folgen die offenen deutschen Meisterschaften.

Zu zehnt auf dem Siegertreppchen

Vor den Wettkämpfen führte auch Michelle und Fabien Gosslau sowie Michael Nerlich eine einwöchige Tour führte von Miami und Tampa nach Orlando. "Dort teilten wir uns knapp eine Woche lang das Teamhotel mit allen Teilnehmern", berichten sie. Die Wettkampfarena sei ein großer Ballsaal mit Bühne in der Mitte gewesen. "Das deutsche Team trainierte früh und abends im eigenen Trainingsraum. Mit Weggehen war nix. Nur am Sonntag haben wir nach der WM bei der vom Veranstalter ausgerichteten Poolparty mit DJ in großer Runde mit gefeiert. Das war ganz cool." Cool war auch, dass sie für die beiden folgenden Tage mit der Rückreise Schulbefreiungen oder Urlaub bekommen haben. "Die stehen alle dahinter und unterstützen das."

Christine Lubig-Schmidt und Carina Schmidt schwärmten vom "tollen Miteinander"- von den Philippinas, über Chinesen bis zu den Amerikanern und zum deutschen Team. Jeder habe dem andern Glück und Erfolg gewünscht. "Auf dem Siegerpodest rückten wir alle zusammen, damit alle zehn Teilnehmer der Endrunde auf dem Siegertreppchen stehen konnten."

Es wäre machbar gewesen, sich in allen Disziplinen für die Endrunde zu qualifizieren, doch die Nerven spielen nicht immer mit. "Das Feeling ist bei der WM ein ganz anderes als bei der ,Deutschen'." Größtes Problem sei die Klimaanlage gewesen. Einige hatten Erkältungskrankheiten von Schluckbeschwerden bis hin zur Blasenentzündung. (ak)

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