15.02.2018 - 20:00 Uhr
Speichersdorf

Vortrag von Kreisfachberater Oliver Reindl Auf gesunden Boden achten

Oliver Rendl ist seit etwa fünf Monaten Kreisfachberater. Mit Pflanzen, Düngung und Bodenbeschaffenheit kennt er sich aus. Das beweist er bei seinem Vortrag auf der Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Haidenaab.

Oliver Rendl. Bild: hai
von Autor HAIProfil

Haidenaab-Göppmannsbühl. Kreisfachberater Oliver Rendl nutzte bei der Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Haidenaab die Gelegenheit sich als neuer Kreisfachberater vorzustellen. Der ausgebildete Landschaftsgärtner hat nach dreijähriger praktischer Berufserfahrung an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf Gartenbau mit den Schwerpunkten Freilandzierpflanzen, Obstbau, Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Frucht- und Gemüsetechnologie studiert und mit einer Diplomarbeit über Streuobstwiesen abgeschlossen. Bis zu seinem Amtsantritt im September 2017 führte er einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb in Aufseß. Als Schwerpunkt seiner Arbeit definierte der 33-Jährige den ökologischen Gartenbau. Mit vielen Ratschlägen versuche er auch Jüngere für den Gartenbau zu interessieren, betonte der Referent.

Allein die Fläche aller Gärten in Bayern betrage etwa 1200 Quadratkilometer, was ungefähr der Größe des Landkreises Bayreuth entspricht. In seinem Vortrag über die organische Düngung hatte er lehrreiche Informationen und wichtige Tipps mitgebracht. So sollte Ziel der Düngung die optimale Versorgung der Pflanze mit Nährstoffen sein. Man sollte alle drei bis vier Jahre Bodenproben durchführen. Diese sollten jedoch nach Rasen, Beete und Obst getrennt sein. Das Düngen soll nicht auf einmal erfolgen, sondern über mehrere Wochen verteilt werden und ohne zu viel Stickstoff. "Andernfalls wachse die Pflanze zu schnell und habe keinen Standfestigkeit mehr", erläuterte er. Organische Düngemittel, wie zum Beispiel Kompost, Schafwoll-Pellets oder Hornprodukte müssen erst von den Bodenlebewesen, in pflanzenverfügbare Nährstoffe, umgebaut werden. Dieser Umsetzungsprozess hängt von verschieden Faktoren, wie zum Beispiel Temperatur des Bodens, Vermahlungsgrad und dem Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis des Ausgangsmaterials, ab.

Durch die Zufuhr von organischer Substanz wird das Bodenleben gefördert. Nur ein lebendiger Boden ist ein gesunder Boden und nur ein gesunder Boden kann gesundes Pflanzenwachstum hervorbringen. Daraus resultierende positive Eigenschaften sind eine verbesserte Wasserhaltefähigkeit sowie eine verbesserte Luftführung und Nährstoffverfügbarkeit des Bodens. Hornspäne seien für Gemüse nicht geeignet, da der Umsetzungsprozess zu lange dauere. Sie seien besser für Bäume und Sträucher geeignet.

Zum Umgang mit Kompost riet er die Ausbringung im Frühjahr und Sommer an. Er sei sehr nährstoffreich und umweltfreundlich. Er sollte oberflächlich eingearbeitet werden. Nicht tiefer als 30 Zentimeter. Die Kompostierung im Garten sei kostengünstig und umweltfreundlich. Eine Nährstoffanalyse des Kompostes ermögliche eine genaue Dosierung. Rendl hatte auch verschiedene Dünger zur Ansicht mitgebracht. Ebenso Informationsmaterial über die Düngung. Interessenten für Bodenproben zur Laboruntersuchung können sich bei Vorsitzendem Norbert Veigl melden.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.