Weihnachtsreiten in Plössen
Im Sattel durch den Zauberwald

Für die falschen Weihnachtsmänner hatte Brigitte Witt eine Dressurquadrillie in die Choreographie eingebaut. Bild: hai
Vermischtes
Speichersdorf
14.12.2016
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Winzlinge, Elfen, Sterne und Rentiere wuselten im Reitstall Witt durch die Halle. Hoch zu Ross inszenierten über 30 Akteure ein turbulentes "Weihnachtsreiten". Dazu hatte das Ganze auch noch einen karitativen Zweck.

Plössen. Die Erwartungen der Pferdefreunde waren groß, die Nervosität der Mitwirkenden nicht weniger. An den Banden im weiten Rund der Halle war kein Platz mehr zu bekommen. Die Choreographie der Weihnachtsgeschichte "Marke Eigenbau" war bespickt mit Dressurvorführungen, Voltigieren und Springquadrille. Die Proben begannen vor acht Wochen. Die Kostüme haben die Eltern der Reiterinnen teilweise handgefertigt.

Die Idee dafür sei kurz nach der Sommerpause geboren worden, berichtete Pferdewirtschaftsmeisterin Brigitte Witt. Ihre Freundin Verena Ritter aus Niederbayern schrieb daraufhin eine neue Geschichte vom "Verschwundenen Weihnachtsmann" nieder. Ihre handschriftlichen Notizen bildeten am Sonntag das Drehbuch.

Alles drehte sich um den Grantlbart. Der hatte den Weihnachtsmann in einen Tiefschlaf versetzt, um den Kindern die Weihnachtsfreude zu verderben. Die Winzlinge (Vincent Witt und Jona Ritter), die das Treiben des Grantlbarts beobachteten, riefen die Elfen zu Hilfe. Gemeinsam suchten sie den Ort, wohin der Grantlbart den Weihnachtsmann verschleppt haben könnte. Doch weder die Schneeflocke, noch die Rentiere konnten weiterhelfen. Zwar liefen ihnen immer wieder Weihnachtsmänner über den Weg. Doch der Richtige war nicht darunter. Erst die Sterne gaben den entscheidenden Hinweis auf den Zauberwald hinter dem Rauhen Kulm.

Der Weg dorthin war beschwerlich und voller Gefahren. So mussten die Elfen auf ihren Einhörnern erst einmal eine gefährliche Tropfsteinhöhle, eine Schlucht und einen mit hohem Geäst übersäten Fluss passieren. Im Zauberwald fanden sie schließlich das Tor, hinter dem der Weihnachtsmann versteckt gehalten wurde. Nach einer dramatischen Befreiungsaktion spannte er seine Rentiere an, um die Kinder doch noch rechtzeitig zu beschenken.

Brigitte Witt hatte die Reitchoreographie entwickelt. Sie selbst avancierte zur Schneeflocke in einer S-Dressurkür. Für die Rentiere, 15 bis 20-jährige Reitschülerinnen, hatte sie eine Springquadrille entworfen. Den falschen Weihnachtsmännern hatte sie eine Dressurquadrillie zugedacht. Als Sterne fungierten die Voltigierkinder (5 bis 12 Jahre), die eine Voltigierakrobatik präsentierten.

Nach knapp eineinhalb Stunden belohnte langanhaltender Applaus für die Mühen der Reiter. Zudem gab es vom Weihnachtsmann Geschenke für alle Kinder. Viele von ihnen nutzten noch die Gelegenheiten zum Ponyreiten. Die Organisatoren und Akteure feierten noch lange in der Klause den gelungenen Auftritt. Der Erlös des Nachmittags kommt dem Bayreuther Tierheim zugute.
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