04.03.2018 - 20:00 Uhr
Speichersdorf

Weltgebetstag der Frauen Vielfalt schützen

Was hat "Boney M." mit dem Weltgebetstag der Frauen zu tun? Elke Bundscherer sorgt für nachdenkliche Mienen in der gut gefüllten Christuskirche, als sie an die von Frank Farian produzierte Disco-Formation aus Bobby Farrell, Maizie Williams, Marcia Barrett und Liz Mitchell erinnert.

Viele Zuhörer lauschten am Freitag den Vorträgen und Liedern zum Weltgebetstag. Bild: hai
von Autor HAIProfil

Speichersdorf/Kirchenlaibach. "Erinnern Sie sich an das Lied 'Rivers of Babylon'?", fragte die Vertrauensfrau der Kirchengemeinde, Elke Bundscherer, am Freitagabend beim Gottesdienst am Weltgebetstag in die Runde. Es war der größte Erfolg der Truppe "Boney M." und kam am 3. April 1978 auf den Markt. Alle Bandmitglieder waren in der Karibik geboren und als Kinder oder Jugendliche nach Europa gekommen. Die Schlagergruppe feierte vor allem in den 1970er Jahren international Erfolge mit Stücken wie "Daddy Cool" und verkaufte weltweit über 150 Millionen Tonträger, darunter mehr als 60 Millionen Singles.

In "Rivers of Babylon" geht es um eine Stelle im Psalm 137 der Bibel, erklärte Bundscherer. Dort heißt es: "An den Wassern von Babylon saßen wir und weinten, wenn wir an Zion dachten." Das Volk Israel war nämlich in babylonischer Gefangenschaft. In ihrer Not erinnerten sich die Menschen, dass ihre Geschichte mit Gott zu tun hat und eine außerordentlich gute Liaison ist. Und dann erzählten sie sich die Schöpfungsgeschichte. Vor allem, dass Gott alle gut geschaffen hatte, und das in einer staunenswerten Vielfalt.

Um diese Vielfalt ging es dann auch beim Weltgebetstag 2018 der evangelischen Frauen aus Speichersdorf und der katholischen Frauen aus Kirchenlaibach und Mockersdorf - genauer um die Vielfalt im kleinsten Land Südamerikas: Surinam. Dieser Reichtum sei den Menschen zur Fürsorge anvertraut, sagte Bundscherer. "Nehmen wir die Verantwortung wahr, dass alle Menschen auf dieser Erde gut leben können." Dafür gelte es, die Schöpfung zu bewahren. Ein Teil dieser Schöpfung sind die Surinamer. Diese bezeichnen sich selbst als "Moksi". Daran anknüpfend informierten und beteten auch die evangelischen und katholischen Frauen für die Anliegen von Frauen aus aller Welt, für Veränderungen im jeweiligen Umfeld zugunsten eines guten Miteinanders. Das alles brachte auch der eigens gegründete 30-köpfige Projektchor unter Leitung von Dominik Fick zum Ausdruck. Anschließend waren alle Teilnehmer eingeladen ins Gemeindehaus. Dort hatten die Frauen um Regina Sendelweck und Sylvia Zimmermann ihre Gäste mit surinamischen Brotkuchen und Keksen überrascht. Dazu gab es Bulgursalat, Thunfischaufstrich sowie Kokoskuchen.

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