14.03.2018 - 20:00 Uhr
Speichersdorf

Zuhause-Gefühl seit 20 Jahren

20 gute Gründe zum Feiern gibt es im Luise-Elsäßer-Haus in Speichersdorf: Im März 1998 öffnete das Seniorenheim, das von der Diakonie Weiden getragen wird, seine Pforten.

Zum 20. Jubiläum des Luise-Elsäßer-Hauses begrüßte Heimleiter Gerhard Wolf (Mitte, mit Rose) unter anderem (von links) die Pfarrer Micha Boerschmann, Sven Grillmeier, Dirk Grafe und Klaus Rettig (Siebter von links), Diakonie-Geschäftsführer Diakon Karl Rühl (Neunter von rechts) sowie den ersten Heimleiter Wolfgang Kunze (Neunter von links). Bild: stg
von Holger Stiegler (STG)Profil

Aus der Gemeinde ist das Luise-Elsäßer-Haus (LEH) nicht mehr wegzudenken. In einer kleinen Feier ließ Leiter Gerhard Wolf mit zahlreichen Bewohnern und Ehrengästen die Anfangsgeschichte der Einrichtung Revue passieren. Beim Start im März 1998 habe man noch gar keine Möbel für alle Zimmer gehabt. Bis Herbst habe man frühestens damit gerechnet, dass das Haus belegt sei. "Aber man hat uns wirklich überrollt", erzählte Wolf. Das habe sich bereits beim Tag der offenen Tür Anfang März angedeutet. Noch im gleichen Monat habe es 17, im April 37 und im Mai 22 Aufnahmen gegeben. Bis Jahresende 1998 habe das Seniorenheim bereits 125 Bewohner (inklusive Kurzzeitpflege und inzwischen Verstorbene) versorgt. Die Einweihung im Mai 1998 sei ein ganz großes Fest geworden.

Wolf beleuchtete die wesentlichen Entwicklungsschritte des Hauses und wies auf die zahlreichen Veranstaltungen hin, die sich in und rund um das LEH entwickelt haben. Auch bauliche Veränderungen habe es gegeben - vom Dachgeschossumbau über die Einrichtung von immer mehr Therapieräumen bis hin zum Umbau der Aufenthaltsräume und der Einrichtung eines Fitnessraumes.

Weiterentwickelt habe sich auch die personelle Situation: Aus den 20 Mitarbeitern der ersten Stunde seien mittlerweile 60 Beschäftigte inklusive 5 Azubis geworden. "Wir sind damit der drittgrößte Arbeitgeber in Speichersdorf", betonte Wolf. Sein Dank galt allen Verantwortlichen von Gemeinde und Kirchengemeinden für die Unterstützung in den vergangenen zwei Jahrzehnten. "Wir können positiv in die Zukunft blicken." Ziel und Aufgabe sei es weiterhin, die Leute so gut zu versorgen, dass sie sich wie zu Hause fühlen.

Diakon Karl Rühl freute sich ebenfalls über das mittlerweile 20-jährige Bestehen des Hauses. Er erinnerte daran, dass das LEH nur Mieter in dem Gebäude sei. Dieser Vertrag sei aber nun um weitere 20 Jahre verlängert worden. Den festlichen Rahmen nutzte der Diakonie-Geschäftsführer, um langjährige Mitarbeiter für ihren Dienst auszuzeichnen. Eine besondere Beziehung zum Haus hat auch der frühere Speichersdorfer Pfarrer Klaus Rettig, der es vor 20 Jahren gesegnet hatte. "Ich bin froh darüber, dass immer noch viel gelacht wird in diesem Haus", erklärte Rettig. Er wusste noch, dass der erste Gottesdienst im LEH an einem Ostersonntag stattgefunden hatte.

Der frühere Heimleiter Wolfgang Kunze dachte an die Gespräche und Beratungen im Vorfeld der Gründung des Seniorenheimes zurück. Damals habe es Vorschläge gegeben, wonach ein Haus für 30 Personen ausreichen würde. "Ich dachte damals schon, dass das viel zu klein ist. Der Ansturm hat dies dann auch bestätigt", sagte Kunze. Das Klima im Haus sei vor 20 Jahren schon etwas Besonderes gewesen, und das habe sich bis zum heutigen Tag gehalten.

Im Anschluss bestand die Möglichkeit, sich am Büfett zu bedienen und die eine oder andere Erinnerung an die vergangenen 20 Jahre auszutauschen.

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