Voller funkelnder Einfälle

"Wer einen langweiligen Verein sucht, der liegt bei uns falsch." Zitat: Feuerwehr-Vorsitzender Stefan Schedl
Freizeit
Speinshart
14.03.2018
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ist Feuerwehr-Land. 120 aktive und passive Mitglieder auch aus den Dörfern Zettlitz, Münchsreuth, Seitenthal, Barbaraberg, Süßenweiher, Dobertshof und Haselhof füllten am Sonntagabend das Gemeindezentrum. Rekord! Der gute Geist in der Wehr überträgt sich auf die ganze Gemeinde.

"Wer einen langweiligen Verein sucht, der liegt bei uns falsch", stellte Stefan Schedl, Vorsitzender der Wehr, mit Blick in die geschlossenen Besucherreihen des Gemeindezentrums schon zu Beginn der Generalversammlung fest. Langeweile kommt bei der Feuerwehr nicht auf. Im Gegenteil. Schon der Rückblick des Vorstandes auf die Vielfalt der Veranstaltungen dauerte eine gute Stunde und auch die Informationen von Kommandant Christian Höllerl waren überaus bemerkenswert. Daraus ergab sich ein vierstündiger "Triathlon", der mit einem beifallumrauschten Zieleinlauf endete.

In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste gedachten die Mitglieder zunächst der verstorbenen Kameraden Ludwig Beer, Heinz Weichsler und Ehrenmitglied Johann Schinner. Das Protokoll der Generalversammlung 2017, verfasst von Schriftführer Robert Kausler, lag praktischerweise auf den Tischen auf. Die folgende Jahresbilanz des Vorsitzenden erinnerte noch einmal an ein überaus reiches Angebot des 259 Mitglieder starken Feuerwehrvereins an Veranstaltungen und einfallsreichen Aktionen. In Wort und Bild präsentierte Stefan Schedl einen Verein voller funkelnder Einfälle. Nur ansatzweise kann darüber berichtet werden. Beginnend von der Mitgliederpflege, über die Unterstützung der aktiven Brandschützer bis hin zu den gesellschaftlichen Höhepunkten reichte der Vortrag, immer wieder unterbrochen vom stürmischen Beifall der Mitglieder. Unter anderem verwies der Versammlungsleiter auf die Anschaffung von Soft-Shell-Jacken und Polo-Shirts, versehen mit dem Emblem der Feuerwehr Speinshart, auf die Rauchmelder-Aktion, auf Personal- und Geräteverwaltung und auf die Generalüberholung der Feuerwehrfahne.

Dann hieß es Danke sagen an Helfer für Dienste im und rund um das Feuerwehrgerätehaus. Die Platzwarte Georg und Sebastian Müller und Andreas Stadler ernteten ebenso Lob wie die Reinigungskraft Christl Lehmann und die Spezialisten für Sonderfälle, wie Peter Schraml, Johann Meyer und Christian Felber, etwa beim Anschluss des Gebäudes an die örtliche Nahwärmeversorgung. Der Vorstand berichtete ferner über den Einbau eines Ausschankes im Obergeschoss des Feuerwehrhauses und von den "unermüdlichen Einsätzen" von Atemschutzwart Stefan Sollner, Gerätewart Günter Diepold und Zeugwart Peter Schraml. Für die mustergültige Pflege des Grüns und der Anlage eines Wildblumen-Blüh-Bereiches am Feuerwehrhaus dankte Schedl den "OGV-Ikonen" Josef Höllerl, Heiko Weiß und Günther Sollner.

Als "Schmiermittel des Zusammenhalts" bezeichnete der Vorstand die Kommunikation innerhalb des Vereins. Stefan Schedl verwies auf ein "Whiteboard" im Haus und an Info-Kästen im Dorf. Auch ein WhatsApp informiere nun auf kurzem Wege Mitglieder und Interessierte. Im Mittelpunkt der weiteren Ausführungen stand das gesellschaftlichen Leben in der Wehr und in der Gemeinde. Als Beispiele bereichernder Wohlfühlaktivitäten nannte Schedl die Frühjahrswanderung, das Maibaum-Aufstellen, den Florianstag, den Kameradschaftsabend und den Ausflug nach Tschechien.

Als besondere Kracher schilderte Stefan Schedl den fulminanten Faschingsball der Wehr und die Ferienaktion mit einem Schaumbad vor dem Feuerwehrhaus für den Nachwuchs der Gemeinde. Schedl wies ferner auf Weiterbildungen in Form eines "Erste-Hilfe-Kurses" und auf Info-Begehungen mit Unterweisungen in der Volksschule und im Kloster hin. Es folgten Kurzporträts von über 50 weiteren Veranstaltungen und Festbesuchen.

Bitte um "Freigang"Der erste Teil des "Triathlons" endete mit einem Blick auf die nächste Etappe. Stefan Schedl kündigte die erneute Unterstützung des Gemeinde-Ferienprogramms an und gab wegen Terminüberschneidungen den Verzicht auf einen Gartenfest bekannt. Im Terminkalender 2018 stehen die Brandschutz-Erziehung der Volksschulkinder, die Restarbeiten für den Einbau einer Küchenzeile im Schulungsraum und viele Anmeldungen zum Besuch von Festen befreundeter Vereine. Auch das 125. Gründungsfest im Jahr 2020 lässt die Vorstandschaft nicht rasten. "Da würden wir gerne auch etwas einweihen", bemerkte Stefan Schedl mit einem Seitenblick auf Bürgermeister und Gemeinderäte. Der abschließende Dank galt Stellvertreter Wolfgang Merkl und allen aktiven und passiven Mitgliedern. "Sagt auch euren Frauen ein großes Danke, damit Ihr immer Freigang bekommt", rief der Vorstand seiner kompaniestarken Mannschaft zu. (do)


Wer einen langweiligen Verein sucht, der liegt bei uns falsch.Feuerwehr-Vorsitzender Stefan Schedl
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