26.11.2017 - 17:16 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Barbari Bavarii begeistert Zuschauer im Gemeindezentrum Bairisch, lustig, goud

Ob scharfzüngige Therapieansätze der "Barbari Bavarii" oder Blasmusiksound von besonderer Güte, ob Anhänger des Comedy-Stils oder Klänge aus golden schimmernden Instrumenten. Das ausverkaufte Gemeindezentrum war am Freitagabend das Maß reinster Oberpfälzer Musikkultur. "Ein Volltreffer", so die Einschätzung von Bürgermeister Albert Nickl. Für den Gemeindechef besonders erfreulich war die gute Entwicklung der Klosterbläser. "Die werden immer besser und sind schon heute ein Werbeträger", urteilte er strahlend.

"Wou fahlt's denn?" - Im Gemeindezentrum Speinshart fehlte es an nichts. Darin war sich ein begeistertes Publikum bei der Blasmusik- und Comedy-Nacht einig. Bild: do
von Robert DotzauerProfil

Der Blasmusikteil des Abends bewies die musikantische Vitalität der jungen Musiker. An ein Wunder grenzt das nicht, behaupteten am Freitagabend die Anhänger der Blasmusik. Ist doch Ortspfarrer Pater Adrian Kugler als Gründer und Motor des Ensembles ein musikalisches Naturtalent. Verstärkt durch Jürgen Böhme, Leiter der Blaskapelle Kirchenthumbach, wurde rasch deutlich, wie lieblich und weich bayerisch-böhmische Blasmusik klingen kann. Die leidenschaftlichen Musikanten nahmen sich Zeit für ein ganzes Register voller Märsche, Polkas und Walzermelodien. Als auch noch alpenländische Musik in den Festabend einbezogen wurde und "Du bist das Land Tirol" erklang, hatten die 200 Gäste ausnahmslos Musik im Blut.

Da hatten es anschließend drei junge Oberpfälzer Burschen leicht, die Besucher bei Laune zu halten. Die "Superhelden" Peter "Beda" Greiner, Stephan "Rosi" Rosner und Christian "Welti" Witt lagen in Speinshart goldrichtig, mit ihrem Programm "Sepp, der Durchschnittsdepp" die Lachmuskeln der Besucher zu strapazieren. Mit überspitzter Ironie und nicht unbedingt ernst gemeinten Empfehlungen und Erzählungen pflügte das scharfzüngige Trio durch die ach so kleine Welt des Alltags. Schon zu Beginn ihres Auftritts machten Sepp der Depp, Hans der Volldepp und der traumatisierte Alfons, so die Figuren des Abends, deutlich, um was es den drei Oberpfälzer Barbaren eigentlich ging. Eine Wanderung durch die Welt, eine Notlösung im weiten Universum, die Wortspiele scharfzüngig gewürzt und mit viel musikalischem Pfeffer versehen.

Die Pause nutzte Bürgermeister Albert Nickl für eine Einladung zu weiteren Kultur-Spektakeln in der Klostergemeinde. Fest vereinbart sind schon die Gastspiele des Humoristen Toni Lauerer und des Landestheaters Oberpfalz (LTO).

Originell in bayerisch weißblauer Rauten-Montur betraten die drei Barbaren nach der Pause die Bühne. Nun schilderten die Superhelden ihre Erlebnisse in Südamerika. Nun bestimmten Kastagnetten, Panflöte und "Hochgebirgsgitarre" den Melodienreigen. Nach zwei Stunden mit einigen Zugaben endete die Show.

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