11.10.2017 - 20:00 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Nach Freilegung und Restaurierung: Segnung des Marienbrunnens im Klostergarten Barockes Kleinod in neuem Glanz

Es ist eine tiefe Sehnsucht: Wasser, das den Durst für immer stillt - den Lebensdurst, für den der tägliche Gang zum Brunnen nur ein Bild ist. Den "Tag des Fördervereins" nahm die Klostergemeinschaft zum Anlass, darauf Bezug zu nehmen. Angeführt von der Stadtkapelle Eschenbach bewegte sich nach der Festmesse (wir berichteten) ein langer Zug mit Gläubigen in den Klostergarten zum wiederentdeckten Marienbrunnen.

Mitten im Klostergarten ist der wiederentdeckte und behutsam restaurierte Marienbrunnen ein sichtbares Zeichen für die Verehrung der Gottesmutter in Speinshart. Mit der Segnung durch Abt Hermann Josef Kugler wurde der Brunnen symbolisch zu neuem Leben erweckt. Bild: do
von Robert DotzauerProfil

Lange Zeit stand das barocke Kleinod als Sandsteinhaufen verdeckt unter Wildwuchs mitten auf dem Areal. Im Zuge der Neugestaltung des Grüns rund um die Abtei wurden auch die Skulptur der Mutter Gottes und die Brunnenanlage freigelegt und gründlich restauriert. Mit der Segnung, die Abt Hermann Josef Kugler mit der Frage aus dem Johannes-Evangelium "Was stillt den Durst meines Lebens?" verband, ging das Kunstwerk nun wieder offiziell in Betrieb.

Für Kugler war dieser Akt der sichtbare Abschluss der Klostersanierung - und diese wiederum für Georg Girisch, den Vorsitzenden des Fördervereins, ein Jahrhundertwerk, das mit Gottes Segen ein glückliches Ende genommen habe. "Möge auch die Gottesmutter ihre schützende Hand über das Kloster halten." Mit diesem Wunsch und einem pauschalen Dank an alle Unterstützer des Projekts Speinshart leitete Girisch nach dem abschließenden Lied "Ave Maria zart, du edler Rosengart" zum gemütlichen Teil des Festtags über.

Bei Klosterwein und -bier stießen die zahlreichen Mitglieder und die Chorherren der Klostergemeinschaft, musikalisch begleitet von der Stadtkapelle Eschenbach, auf die gelungene Generalsanierung der Abtei an. Zahlreiche Gäste folgten dabei der Einladung zur Besichtigung der restaurierten Räumlichkeiten.

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