18.09.2013 - 00:00 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Ricarda Oehl präsentiert Bilder und Objekte im Konventgang - Bis 27. Oktober Musik führt die Hand mit

Nicht ohne die Familie: Die Eröffnung der Ausstellung mit Werken von (von links) Ricarda Oehl bereicherten ihr Ehemann Erik mit Cello-Musik sowie Tochter Constanze mit einem Tanz. Bild: ly
von Autor LYProfil

Ein Familienprojekt war die Ausstellungseröffnung am Freitag. Ricarda Oehl präsentiert ihre Gemälde im Konventgang des Klosters. Die Eröffnungsfeier, zu der viele Freunde der Künstlerin aus ihrem Nürnberger Umfeld kamen, gestaltete ihr Ehemann Erik auf dem Cello. Tochter Constanze Spiecker brachte mit dem Tanz eine dritte künstlerische Ausdrucksform ein.

Zunächst Querflöte

"Von Klang der Bilder" lautet der Titel der Ausstellung mit 20 Bildern und vier Objekten. Als "janusköpfige Künstlerin" stellte Barbara Bredow die Malerin vor, die nach einem Musikstudium am Meistersinger-Konservatorium in Nürnberg die künstlerische Reifeprüfung im Fach Querflöte absolvierte. Als Solistin und Mitglied in verschiedenen Kammermusik-Ensembles trat sie im In- und Ausland auf. Erst später kam die Malerei dazu.

Mit der Malerei verbinde die Künstlerin beide Stärken: "Sie malt zur Musik. Nicht zu CD-Klängen! Eine Vollblutmusikerin wie sie hat das nicht nötig. In solchen Menschen klingt innerlich immer Musik als tönende Ebene der Welt und des eigenen Wesens", erklärte Bredow. In den Werken wie "La mer", das zu Klängen von Claude Debussy, oder "Schöpfung", das zur Musik von Joseph Haydn entstanden, sei der Bezug sehr deutlich. Aber auch der "Klang in Moll", "Capriccio" und "Klänge des Sommers" seien zu sehen.
In den impressionistisch anmutenden Bildern malt Oehl laut Bredow Zustände, Gegebenheiten, Grenzgänge, eben die Bilder ihrer inneren Welt. "Oft sind es Fantasien des Flügelschlages, des Überfliegens - sprich: der Schwerelosigkeit", führte Bredow aus, "und ergänzt mit Licht, Dunkel und dem Zustand seligen Seins", wie die Künstlerin ihn aus der Musik in die Malerei übersetze.

Diese Gegensätze sind in den Bildern "A-Dur Klang" und "Klang in Moll" deutlich. Diese Gegensätze verwandelte Tochter Constanze Spiecker in eine Dynamik, die sie in einem Tanz zu den Cello-Klängen ihres Vaters ausdrückte.

"Musik ist etwas Verbindendes", stellte bei der Begrüßung auch Frater Lukas Prosch fest. So bekam zur Ausstellungseröffnung nicht nur die Künstlerin lobende Worte, sondern die anderen Familienmitglieder viel Applaus für ihr Wirken. Bei der Klosternacht im Juni begleitete Oehl Bredow zur Lesung, fand Gefallen am Kloster und so kam der Kontakt zustand. Die Ausstellung ist bis zum 27. Oktober im Oberen Konventgang an den Sonn- und Feiertagen von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Ein Besuch der Ausstellung ist auch nach Vereinbarung mit der Internationalen Begegnungsstätte Kloster Speinshart, Telefon 09645/60193601, möglich.

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