24.01.2012 - 00:00 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Aus für das 24-Stunden-Mofarennen am Barbaraberg - Pächter verlangt zu viel Platzmiete Motor endgültig abgestorben

Aus und vorbei: Das legendäre 24-Stunden-Mofarennen am Barbaraberg wird es auch in diesem Jahr nicht geben. Die Weekend Warriors verkündeten noch vor einigen Tagen auf ihrer Homepage, dass es das Spektakel nach einem Jahr Pause wieder geben soll. Doch es kommt anders: Das Rennen ist abgesagt.

Ausgefahren heißt es für die Mofa-Freaks zumindest für das Jahr 2012. Das 24-Stunden-Rennen wurde zum zweiten Mal hintereinander abgesagt. Ob es 2013 weiter geht, ist derzeit ebenfalls sehr fraglich. Bild: hwk
von Redaktion OnetzProfil

Die Entscheidung machte sich der Motorradstammtisch nicht einfach: "Wir haben alles versucht, die Veranstaltung zu organisieren, aber bestimmte Gründe haben uns einen Strich durch die Rechnung gemacht", hieß es von den Organisatoren.

Nachdem sich 2010 das 14. Mofarennen wegen starker Regenfälle zu einer beispiellosen Schlammschlacht entwickelte, die allen viel abverlangte, entschieden sich die Macher, die Veranstaltung für eine Saison auszusetzen. "Das Veranstaltungsgelände hätte 2011 kein Rennen verkraftet. Fast die gesamten Wiesen waren umgepflügt, mussten neu angesät werden. Die Grasnarbe hätte der Belastung nicht standgehalten", so die Organisatoren. Diese Wiesen seien aber für Campingplatz, Boxengasse, Festplatz und einen Teil der Parkplätze notwendig. Ein Ausweichen auf Flächen in der Nähe war nicht möglich.

Für dieses Jahr beschloss der Verein zunächst, die Veranstaltung wieder durchzuziehen. Der Termin stand bereits, die Vorbereitungen liefen an. Wie gewohnt hätten die Motoren am dritten August-Wochenende aufheulen sollen. Sogar mit den Bands für Freitag und Samstag hatten die Organisatoren Vorverträge vereinbart.
Dann traf die Weekend Warriors der Schlag: "Ausgerechnet der Pächter der Wiese, auf dem das Festzelt, die Verpflegungsstationen und die gesamten Versorgungsleitungen für Strom und Wasser verlegt werden sollten, stellte eine aus unserer Sicht unverhältnismäßig hohe Forderung. Diese hat uns nun gezwungen, uns von unseren Veranstaltungsplänen zu verabschieden", so die Verantwortlichen des Motorradstammtisches. "Wir wissen, dass die Veranstaltung eine große Belastung für die Bewohner am Barbaraberg und der Umgebung bedeutet. Darauf sind wir in der Vergangenheit eingegangen, haben versucht, alle Belästigungen auf das Unvermeidliche zu minimieren und wenn nötig finanziell auszugleichen. Die von uns verlangte Ausgleichszahlung für das Festzeltgelände steht jedoch in keinem Verhältnis zum Nutzen. Dies können wir als Organisator nicht akzeptieren."

Selbst Vereinsmitglied

Gespräche mit dem Grundstückspächter, der auch Vereinsmitglied war, blieben erfolglos. "Auch Bürgermeister Albert Nickl war teilweise dabei. Seine Vermittlungsversuche blieben ohne Erfolg." Dass eine Absage Auswirkungen auf andere beteiligte Ortsvereine haben wird, änderte nichts an der Position des Pächters.
Deshalb benötigen die Planungen der Weekend Warriors einen völligen Neustart. Ein zusammenhängendes Ausweichgelände für das Rennen ist in der Region kurzfristig aber nicht zu finden. "Das Areal war optimal für uns, da hier bereits alles für die Großveranstaltung vor Ort war. Auch der benachbarte Solarpark wäre letztlich kein Hindernis für die Fortsetzung der Veranstaltung gewesen."

Letztendlich entschloss sich der Verein jetzt, am 17. und 18. August eine reine Musikveranstaltung mit zwei Rocknächten auf die Beine zu stellen. Hauptbands sollen "Stainless Steel" und "Fuck" sein. Die Vorbereitungen dafür laufen.

"Wir finden es bedauerlich, dass eine Veranstaltung, die sich bundesweit einen Namen gemacht hat, wegen der unnachgiebigen Forderungen eines Einzelnen sterben muss. Wir hoffen auf ein Einlenken, aber die Zeichen stehen nicht gut", so die Verantwortlichen. "Das Kapitel Mofarennen der Weekend Warriors Speinshart wird damit wohl für immer geschlossen. Wir bitten alle Teilnehmer und langjährigen Fans des Events unsere Entscheidung zu verstehen und zu respektieren werden."

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