Autor Christian Tielmann liest in der Grundschule
Zwei außerirdische Ausreißer

Viel zu tun gab es für Jugendbuchautor Christian Tielmann nach der Lesung in der Aula der Grundschule. Die Mädchen und Buben ließen sich von ihm alle Bücher, die sie gekauft hatten, signieren. Bild: ow
Lokales
Speinshart
25.04.2013
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Die Autorenlesung bereitete den Zweit- bis Viertklässlern der Grundschule Am Rauhen Kulm sichtlich Spaß: Im Nu faszinierte Kinder- und Jugendbuchautor Christian Tielmann die jungen Zuhörer mit seiner Vortragsweise.

Nach der Begrüßung durch Schulleiter Franz Ficker stellte Tielmann einige seiner Werke vor. Dann ließ er die Schüler das Buch, aus dem er vorlesen sollte, bestimmen. Die Wahl der Mädchen und Buben fiel auf "Notlandung in der Milchstraße 17a". Die lustige Geschichte handelt von dem kleinen Linus, der in einer Reihenhaussiedlung in der Milchstraße wohnt.

Strenge Lehrerin

Eines Morgens steht dort plötzlich ein neues Haus. Es stellt sich heraus, dass es sich dabei eigentlich um ein Raumschiff handelt, mit dem die beiden Außerirdischen Ibu und Winston auf der Erde gelandet sind. Die beiden sind von einer fernen Galaxie geflohen, nachdem sie dort Probleme mit ihrer strengen Lehrerin bekommen hatten.

Ibu und Winston besitzen die Fähigkeit, sich sofort an eine neue Umgebung anzupassen. Deshalb hat sich ihr Raumschiff in ein Reihenhaus verwandelt und sie selbst haben die Gestalt von Menschen angenommen. Linus weiß davon natürlich nichts und wundert sich manchmal über das Benehmen und Aussehen seiner neuen Nachbarn. Als er sich mit ihnen anfreundet, gerät sein Leben ziemlich durcheinander.

Ende bleibt offen

Gestenreich, mit Witz und trefflicher Mimik las der Schriftsteller die Geschichte vor und fesselte damit seine jungen Zuhörer. Immer wieder hielt er inne und ließ die Schüler raten, wie es weitergehen wird. Spannend blieb das Ende der Lesung, denn der Autor verriet nicht, ob es der außerirdischen Lehrerin gelingt, ihre beiden Ausreißer wieder einzufangen.

Danach bombardierten die Kinder Christian Tielmann mit Fragen, und er gab bereitwillig Auskunft. So erfuhren die Mädchen und Buben zum Beispiel, dass er bereits 80 Bücher verfasst hat. In der Regel braucht er zwei Monate für ein Werk. Sein erstes Buch hat Tielmann im Alter von 28 Jahren geschrieben.

Er gestand auch, dass er eine angeborene Lese- und Rechtschreibschwäche hat. Trotzdem ist er Schriftsteller geworden, was für die Schüler eigentlich ein Ansporn zum Lernen sein sollte.

Zum Schluss erfüllte der Autor alle Autogrammwünsche der Kinder. Er signierte die verkauften Bücher und schenkte jedem zur Erinnerung ein Lesezeichen.

Die Begegnung mit dem Schriftsteller wurde durch die Buchhandlung Eckhard Bodner im Zuge der Aktion "Lesezeichen 2013 - Lesen verleiht Flügel" organisiert und von den Raiffeisenbanken der Region gefördert. Bodner überreichte Franz Ficker für die Schule deshalb auch eine Urkunde der Aktion "Lesezeichen".
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