09.03.2014 - 00:00 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Nach der Vorabendmesse Stehempfang zum 60. Geburtstag von Pater Benedikt Schuster Ein Ständchen im Kreuzgang

von Autor LYProfil

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen - doch bei Pater Benedikt Schuster gehörte die Feier der Vorabendmesse auch schon zum Vergnügen. Während des Gottesdienstes und seiner Predigt hatte der Priester kein Wort über seinen Ehrentag, den 60. Geburtstag verloren, doch bevor er die Gläubigen mit dem Segen entließ, wies der Prior der Prämonstratenserabtei doch noch auf den Stehempfang hin.

Im Kreuzgang stimmten die Gratulanten beim Auftauchen des Jubilars spontan ein Geburtstagsständchen an. Als Erster ergriff Bürgermeister Albert Nickl das Wort und hielt Rückschau. Seit Benedikts Einkleidung am 15. September 1983 verkörpere er die Geschichte des Klosters. "Er kennt die Geschichte wie kein anderer", würdigte er das enorme Wissen des Archivars und Bibliothekars des Klosters. "Selten eine Frage, die Pater Benedikt nicht beantworten kann, und wenn doch, forscht er mit großer Akribie nach, bis er sie beantworten kann."

"Es war eine gute Zeit"

"18 Jahre lang war Pater Benedikt Provisor und seit 2001 trägt er als Prior große Verantwortung", erinnerte Nickl. Von gemeinsamen "Pilgerreisen" nach Regensburg, München und Bonn sprach der Bürgermeister und meinte die schwierigen Verhandlungen mit den Zuschussgebern für die Sanierung des Klosters. "Die Zeit war eine gute Zeit und es ist viel erreicht worden", resümierte Nickl. Mit einem Buch über die Urkunden des Kloster Wilten erfüllte Nickl dem Chorherrn einen lang gehegten Wunsch. Einen gereimten Glückwunsch trug die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats Oberbibrach, Irene Walter, vor: "Vielmehr sind Sie hingegen gern, und wenn's die Zeit erlaubt, zu finden, zwischen hohen Bücherstapeln und qualmen dort viel ung'sund's Kraut." Einen Wunsch hatte Irene Walter an ihn: "Pater Benedikt, ganz einfach, Sie machen's wie ein guter Wein, je älter der Tropfen, desto besser der Wein und lassen das mit der Rente am besten noch lange sein!"
Über eine Stunde dauerte der Gratulationsreigen, denn die Gläubigen aus Speinshart, Tremmersdorf, Oberbibrach, Vorbach - für die er bis vor einigen Jahren zuständig war - und Schlammersdorf wollten dem beliebten und geschätzten Prior die Glückwünsche persönlich darbringen.

Spenden für Sanierung

In dieser Zeit wurde das Zingulum des schlanken Chorherrn immer dicker, denn dorthin steckte er die Kuverts mit den Spenden für die Klostersanierung. Die hatte er sich statt persönlicher Geschenke gewünscht. Die Patres des Klosters waren auch gekommen, sie hatten schon im Lauf des Tages ihre Glückwünsche ausgesprochen. (Im Blickpunkt)

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