"Romantische Duette" im Musiksaal des Klosters
Stimmen lassen Frühling erwachen

Mit ihren "Romantischen Duetten" zauberten die Sopranistin Birgit Muzzolini (links) und Ursula Brückner (Alt) einen musikalischen Frühling in den Konzertraum des Klosters Speinshart. Am Klavier begeisterte Reinhard Maier. Bild: do
Lokales
Speinshart
25.04.2013
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Die Stimmen mischen sich gut, freilich nicht immer glockenrein. Trotzdem: musikalischer Frühlingszauber ist besonders betörend. Eine wunderbare Symbiose zwischen der barocken Kunst des klösterlichen Musiksaales in Speinshart und anmutigem Gesang, beschwingt und heiter, genießt ein dankbares Publikum. Schließlich ist viel von Liebe zu hören, von Träumen, Sehnen und Verlangen, von Frühlingsgefühlen eben.

Den Künstlerinnen Birgit Muzzolini (Sopran) und Ursula Brückner (Alt) gelingt mit ihrem Klavierbegleiter Reinhard Maier ein stilvolles Bukett romantischen Gesangs und virtuoser Musik am Piano. Das Konzert voll "Romantischer Duette", so der Titel, findet viel Zuspruch und Beifall.

Dvorák im Mittelpunkt

Vier Duette nach mährischen Nationaldichtungen von Antonín Dvorák trägt das Bayreuther Trio zunächst vor. Mit warmem, dezent beseeltem Ton erfüllen die Duette des böhmischen Meisters den Konzertraum. Überhaupt: Antonín Dvorák steht an diesem fröhlichen Abend im lichtdurchfluteten Musiksaal im Mittelpunkt des Programms.

Ironie und Gefühle

Die Künstlerinnen und der Pianist nehmen sich der "Klänge aus Mähren" an. In Liedbeiträgen wie zum Beispiel "Fliege, Vögelein", "Freundlich lass uns scheiden", "Die Taube auf dem Ahorn" und "Wilde Rose" huldigt das Trio allem, was das Herz bewegt: dem Sehnen, Bangen und Hoffen und schließlich der Zuversicht. Die mährischen Klänge erfordern eine gute Balance zwischen Ironie und Gefühlen. Das gelingt den Sängerinnen vorzüglich.
In Felix Mendelssohn-Bartholdys "Duetten op. 63" huldigen Birgit Muzzolini und Ursula Brückner sanft und geschmeidig den Dichtungen von Joseph von Eichendorff (Gruß op. 63/3), Heinrich Heine (Ich wollt, meine Liebe ergösse sich) sowie von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (Maiglöckchen und die Blümelein). "Ein gar anmutig Liebeslied" fasziniert als Abendlied von Mendelssohn Bartholdy. Fanny Hensel und Johannes Brahms kommen schließlich mit "Im wunderschönen Mai" und "Phänomen op. 61/3" und "Die Meere" zu musikalischen Ehren.

Mit großer Klangsinnlichkeit gestalten die Künstlerinnen Robert Schumanns "Duette op. 43". "Wenn ich ein Vöglein wär" und "Schön Blümelein" beeindrucken durch viel Klangfarbe. Auch die "Vier Mädchenlieder" von Robert Schuhmann nach Texten von Elisabeth Kulmann strahlen Frühlingserwachen aus. Heiter, neckisch, betörend und dabei tonschön begeistert das Bayreuther Musiktrio ein dankbares Publikum. Die Zuschauer applaudieren herzlich. Eine Zugabe war Pflicht.
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