23.03.2017 - 20:10 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Bisherige Gespräche über die Eingemeindung des Speinsharter Forst ohne Lösung Vier Gemeinden, ein Wald, ein Ziel

Seit einem halben Jahr wird über die Aufteilung des gemeindefreien Gebiets "Speinsharter Forst" diskutiert. Bis jetzt ohne Resultat.

Das umkämpfte Gebiet "Speinsharter Forst" hinter dem Kloster: Zwischen den Gemeinden Speinshart, Vorbach und Neustadt am Kulm liegen 11,25 Quadratkilometer Wald, die unter ihnen aufgeteilt werden sollen. Bild: idu
von Lena Schulze Kontakt Profil

Alle vier beteiligten Gemeinden - Vorbach, Speinshart, Neustadt am Kulm und Speichersdorf in Oberfranken - sind sich einig, dass der bislang gemeindefreie Wald "Speinsharter Forst" eingemeindet werden soll. Das ist aber auch der einzige gemeinsame Punkt. Die Frage über das Wie ist noch nicht geklärt.

Ende 2016 entschieden sich die Bürgermeister, das Thema bei der Regierung Oberpfalz zu diskutieren. Das Treffen im Januar sagte die Regierung ab. Auch der Termin im Februar musste verschoben werden. Erst vergangene Woche holten Werner Roder (Vorbach), Albert Nickl (Speinshart), Wolfgang Haberberger (Neustadt am Kulm) und Manfred Porsch (Speichersdorf) das Treffen nach. Die Standpunkte der Bürgermeister wurden vorgetragen. "Natürlich will jeder das Gebiet für sich", sagt Albert Nickl. Die Regierung erläuterte, wie das Verfahren abläuft. Ergebnis: "Wir wollen einen gemeinsamen Antrag stellen", lautet der Konsens. "Es war ein konstruktives Gespräch", berichtet Nickl. Ziel ist eine gemeinsame Linie, ein Einvernehmen aller vier Gemeinden über die Gesamtaufteilung des Forsts.

"Reichen wir verschiedene Anträge ein, dauert's vielleicht Jahrzehnte. Das möchte niemand." Damit die Eingemeindung schneller über die Bühne geht, muss ein gemeinsamer Antrag her.

"Ein Schritt nach dem anderen", kommentiert Speinsharts Bürgermeister. Erst müsse noch Rücksprache mit den Gemeinderäten gehalten werden, bevor weiter Pläne geschmiedet werden. "Ich hatte nicht erwartet, dass das erste Gespräch gleich erfolgreich ist", erklärt Nickl.

"Es wird noch weitere Termine geben", betont Wolfgang Haberberger. "Es ist noch nichts geregelt." Im Juni geht es noch einmal zur Regierung. Wann die Bürgermeister schließlich den Antrag stellen, ist unklar. "2017 sollte es noch klappen", meint Nickl.

Nach der Antragstellung werden noch Forstamt und Landratsamt angehört. Die Regierung spricht eine Empfehlung aus. Die Entscheidung trifft das Innenministerium - denn neben der Oberpfalz ist auch Oberfranken beteiligt: Vielleicht muss zur Aufteilung des Gebiets die Bezirksgrenze verschoben werden.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.