26.02.2018 - 20:00 Uhr
Speinshart

Bürgermeister Albert Nickl zeichnet in Bürgerversammlung das Bild einer blühenden Gemeinde Einmaliger Zusammenhalt

Ortskerne durch Sanierungen aktivieren, Wohnbaugebiete erschließen, die Infrastruktur verbessern: Unter diesem Leitgedanken steht der zweite Teil der Speinsharter Bürgerversammlung. Nach seinem allgemeinen Bericht zeichnet Bürgermeister Albert Nickl das Bild einer blühenden Gemeinde.

"Auf die Speinsharter ist Verlass." Zitat: Bürgermeister Albert Nickl
von Robert DotzauerProfil

Nickl weiß um die Schätze in seiner Gemeinde. "Die Abtei ist so schön wie nie zuvor", urteilte er mit Blick auf das Kloster. Der Abschluss der Generalsanierung war deshalb für ihn das schönste Jahresereignis: Ein Traum sei wahr geworden, erklärte Nickl. Sein Gesamtrückblick auf den 22 Jahre dauernden Kraftakt und ein "Mega-Projekt des Jahrhunderts" klang euphorisch: "Speinshart hat wieder europäische Bedeutung."

Auf die gute Entwicklung der Internationalen Begegnungsstätte eingehend sah der Gemeindechef allerdings weitere Anstrengungen auf Kommune, Politik und Kloster zukommen: "Um die Wurzeln dieser Pflanze zu kräftigen, braucht die Bildungsstätte ein Bettenhaus." Nur so könne diese segensreiche Einrichtung den Nachfrageboom nach umfangreicheren Tagungen bewältigen. Nickl hofft deshalb auf "Zeichen und Wunder". Die habe es in Speinshart schon öfter gegeben.

Großer Gemeinsinn

Ein kleines Wunder ist für den Bürgermeister ohnehin der Zusammenhalt in den Ortsteilen, der im prägenden Gemeinsinn sichtbar wird. Das Zupacken vieler Bürger für Gottes Lohn befördere die Kommune zum Wohlfühlstandort, sagte Nickl. Beispielhaft verwies er auf ehrenamtliche Einsätze beim Bau der Gemeinschaftshalle in Tremmersdorf und des Spielplatz-Areals in Speinshart sowie auf die Unterstützung bei der Sanierung des Anwesens 23 im Klosterhof. "Auf die Speinsharter ist Verlass", betonte er.

Den "Zusammenschluss" der Dörfer demonstrierte der Gemeindechef auch am Beispiel der Breitbandversorgung. Während bundesweit über schnellere Datenautobahnen gesprochen werde, sei das in Speinshart fast erreicht. Nickl verwies dabei auf Investitionen von über einer Million Euro zur optimalen Breitbandversorgung bei einem Gemeindeanteil von circa 250 000 Euro.

Es folgte eine bemerkenswerte Projekt-Bilanz mit Millionenaufwand bei hoher staatlicher Unterstützung. Der Leistungskatalog erstreckte sich vom Ausbau zahlreicher Straßen bis zu bedeutenden Hochbauprojekten. Beispielhaft erinnerte der Bürgermeister an Straßensanierungen und -neubauten im Bereich Barbaraberg, Münchsreuth und Dobertshof sowie an den Neubau der Radwegverbindung Speinshart-Oberbibrach.

Im Blickpunkt standen anschließend die Sanierung und der Umbau des Anwesens 23 in ein "Haus der Dorfkultur" mit räumlicher Öffnung zur Wieskapelle, der Parkplatzbau vor dem Einfahrtsbereich zum Klosterhof und die Sanierung des Schulhauses. Die Kosten für diese größte kommunale Baumaßnahme bezifferte Nickl auf circa 1,5 Millionen Euro. Zusätzlich werden Räumlichkeiten für eine offene Ganztagsschule geschaffen. "Diese Schritte sind der pädagogischen und gesellschaftlichen Entwicklung geschuldet", merkte der Gemeindechef an. Den Eigenanteil für das Schulprojekt gab er mit 317 000 Euro an.

Drei neue Baugebiete

Dann richtete er den Blick auf sicherheitsrelevante Themen und hob als Beispiele den Kauf eines neuen Löschfahrzeugs für die Feuerwehr Tremmersdorf und die Planungen für Fahrbahnteiler auf der Staatsstraße 2168 in Tremmersdorf hervor. Lob erntete das Internationale Jugendcamp zur Mithilfe am Bau des Speinsharter Spielgeländes, das künftig auch die offene Ganztagsschule und die Kindertagesstätte nutzen werden.

Breiten Raum nahmen Erläuterungen zur Baulandbeschaffung ein. Nickl verwies auf die Erschließung von Baugebieten in Speinshart und Zettlitz, die des Baugebiets "Maifurt" in Tremmersdorf stehe bevor. Mit der Ausweisung von Bauland komme die Gemeinde besonders den Wünschen und der Zukunft der jüngeren Generation entgegen, erklärte er: "Eine dynamische Gemeinde braucht auch eine dynamische Baulandpolitik." Für das neue Baugebiet in Zettlitz nannte er einen Quadratmeterpreis von 44,30 Euro einschließlich Erschließungskosten.

Auf die Speinsharter ist Verlass.Bürgermeister Albert Nickl

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