CSU-Kandidaten für mehr Einfluss von Frauen und stärkeres Nordoberpfälzer Gewicht
Auf die Hinterfüße stellen

Tanja Renner und Matthias Grundler, die CSU-Listenkandidaten im Wahlkreis Tirschenreuth für den Landtag und den Bezirkstag, stellen sich derzeit auf vielen Versammlungen vor. "Geht für Eure Heimat wählen und verschenkt keine Stimmen. Erst- und Zweitstimmen zählen", lautete ihr Credo in Süßenweiher. Bild: do
Politik
Speinshart
16.04.2018
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"Der Name ist Programm", scherzte Tanja Renner. Mit ganzer Leidenschaft "rennt" sich die junge CSU-Listenkandidatin für den Landtag "die Haxen" aus, um sich vorzustellen. Die zweite Bürgermeisterin und CSU-Ortsvorsitzende von Schlammersdorf lief beim Nachbar-Ortsverband zu großer Form auf. "Frauen in die Politik" und "Bildung hat Vorfahrt", hießen ihre Kernthemen in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus "Waldeslust" in Süßenweiher.

Und so stellte sie auch gleich fest: "Frauen in der Politik haben es nicht einfach." Umso mehr wolle sie beweisen, dass es in der politischen Männerwelt notwendig sei, auch die Meinungen der Frauen bei wichtigen Entscheidungen zu berücksichtigen. "Frauen sind eine Bereicherung für Politik und Gesellschaft", ist Tanja Renner überzeugt: "Es ist wichtig, dass Vertrauen und Zutrauen in die Arbeit der Frauen wächst." Als Realschullehrerin besonders in der Bildungspolitik zu Hause, stellte die Landtagskandidatin erheblichen Nachholbedarf im Technik- und im Digitalbereich der Schulen fest. Sie forderte deshalb eine rasche Fortschreibung der Lehrpläne.

Als 28-jähriger "Jungspund in der Politik" stellte sich Matthias Grundler vor. Dem im Wahlkreisbüro von MdL Tobias Reiß beschäftigten Listenkandidaten für den Bezirkstag - Politikwissenschaftler, JU-Kreisvorsitzender in Tirschenreuth, CSU-Ortsvorsitzender in Falkenberg, Fraktionssprecher im Marktrat - liegt vor allem an der Geschlossenheit der Nordoberpfälzer: "Wenn wir für diese Region was erreichen wollen, müssen wir zusammenhalten."

Auf die derzeitige Zusammensetzung blickend stellte er fest: "Wir haben mit Lothar Höher aus Weiden und mit Toni Dutz aus Wiesau nur zwei Nordoberpfälzer im Bezirkstag." Deshalb sollten sich die Wähler auf die Hinterfüße stellen und keine Stimmen verschenken, damit Nordoberpfälzer Interessen ein noch stärkeres Gewicht im Bezirkstag bekommen. Seine zentrale Forderung lautete: "Sichern wir unserer Jugend eine berufliche Zukunft in der Heimat!"

Die folgende kurze Diskussion handelte von der Notwendigkeit, neue Lehrer für die digitale Revolution zu finden, um damit die Digitalisierung in den Schulen voranzubringen. Speinsharts zweiter Bürgermeister Roland Hörl forderte, das heiß diskutierte Thema "Flächenfraß" in kommunale Verantwortung zu legen. Es gehe immerhin um die künftige Entwicklung der Städte und Gemeinden. Eine Bevormundung und Vorgaben von oben lehnte Hörl strikt ab. Mit gesetzlichen Regulierungen erlahme der Gestaltungswille der Gemeinden, warnte er.
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