23.02.2018 - 16:12 Uhr
Speinshart

Gemeinderat stimmt zu: Nebengebäude beim Hirthaus wird erneuert - Gemeinschaftshalle die ... Bürgerhaus für Münchsreuth

In Münchsreuth blüht das Gemeinschaftsleben. Nach den zwei Kraftakten zur Sanierung des Hirthauses und zum Neubau einer repräsentativen Kapelle plant die Dorfgemeinschaft erneut Großes.

von Robert DotzauerProfil

Speinshart/Münchsreuth. Ähnlich der Initiative in Tremmersdorf gehen die Münchsreuther an den Bau einer Gemeinschaftshalle. Ihr Wohlfühldorf soll mit der Verwirklichung des kühnen Projekts noch attraktiver werden, heißt es aus dem Kreis der Hirthausfreunde.

Die Überlegungen sind schon weit gediehen: Dem Gemeinderat lag in seiner Sitzung am Mittwochabend bereits ein Bauantrag vor. Diesen stellt offiziell die Kommune selbst: Das Hirthaus-Areal gehört ihr. Nördlich des historischen Gebäudes soll ein Bürgerhaus das in die Jahre gekommene Nebengebäude ersetzen. Der Eingabeplan sieht die Erneuerung der hölzernen Scheune vor mit der künftigen Funktion einer Gemeinschaftshalle in Ergänzung zum unter Denkmalschutz stehenden Hirthaus. Ein Abstellraum jüngerer Bauzeit soll erhalten bleiben.

"Ein Schlüsselprojekt in Münchsreuth", erklärte Bürgermeister Albert Nickl. Das neue Gebäude werde vor allem der Förderung des Gemeinschaftslebens dienen, merkte er an und verwies auf ergänzende kulturelle Veranstaltungen. "Die Gasträume im Hirthaus sind oft für die Dorfveranstaltungen zu klein", argumentierte er zudem und erinnerte an bemerkenswerte Aktivitäten der Hirthausfreunde, des Kapellenbauvereins sowie des Obst- und Gartenbauvereins.

"Heimelige Atmosphäre"

Das neue Gebäude mit einer Grundfläche von 12,50 mal 6 Metern ist in Holzkonstruktion geplant. "Es schafft ergänzend zum Hirthaus auf dem gesamten Areal eine heimelige Atmosphäre", findet der Bürgermeister. In das mutige Projekt seien in erster Linie die Hirthausfreunde eingebunden, erklärte der gebürtige Münchsreuther Albert Nickl, der auf ihren Gemeinschaftsgeist schwört. Der Verein ist schon jetzt Pächter des Hirthauses und soll auch die neue Gemeinschaftshalle betreuen.

Freiwillige Arbeitseinsätze

Damit nicht genug: Der Bürgermeister setzt auch auf freiwillige Arbeitseinsätze der Mitglieder. Der Bau läuft zwar unter der Regie der Gemeinde, in der Praxis ist es jedoch ein "Projekt der Hirthausfreunde". Gelder des Amtes für Ländliche Entwicklung aus Mitteln des Dorferneuerungsprogrammes sollen den Initiatoren die Realisierung des Vorhabens erleichtern. Den Bauantrag der Kommune billigte der Gemeinderat einstimmig.

Großes Lob erhielt die Firma Bitterer aus Eschenbach für die prompte und "meisterliche" Reinigung eines 3,7 Kilometer langen Abschnittes gemeindlicher Flur- und Straßengräben in den Bereichen Haselbrunn und Münchsreuth. Weitere Einsätze im Bereich Dobertshof sollen folgen. Dank galt auch einigen Landwirten für die Entsorgung des Materials.

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