22.08.2017 - 20:00 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Gremium räumt baurechtliche Problemstellungen aus dem Weg – zweiter Abschnitt der LED-Umrüstung ... Keine Hindernisse für Gemeinderäte

Neue Straßenlampen, Stromverteilerkasten und eine Geflügel-Voliere in einem Wohngebiet: Das hatte der Gemeinderat in seiner August-Sitzung zu diskutieren.

von Robert DotzauerProfil

Mit einer Umrüstung auf LED-Leuchtkörper soll die Gemeinde heller erstrahlen. Bereits vor zwei Jahren hatte der Gemeinderat den schrittweisen Umbau beschlossen. Begründet wurde das Projekt mit deutlichen Kosteneinsparungen. Statt 80 Watt verbraucht die Sparversion des Produkts "HELLA-Streetline" 15. Albert Nickl erinnerte an den Austausch von 19 Leuchtköpfen im Vorjahr und legte dem Gemeinderat für den zweiten Abschnitt ein Angebot des Bayernwerks in Höhe von 8859 Euro für weitere 22 Leuchtkörper vor. Geplant ist die Umrüstung von 18 Pilzleuchten in Zettlitz und von 4 Lampen in Tremmersdorf. "Die Masten bleiben und neue Pilzköpfe kommen", beschrieb der Bürgermeister das Konzept, das vom Rat einstimmig gebilligt wurde. Sechs Straßenlampen sind im neuen Baugebiet "Brandhut" in Zettlitz geplant. Den Auftrag an das Bayernwerk in Höhe von 10 300 Euro vergab das Gremium ebenfalls einstimmig.

Die Kosten der Erdarbeiten sind im Erschließungspaket der Tiefbaufirma enthalten. Direkt neben dem Stromverteilerkasten der Gemeinde auf dem Vorplatz der Wieskapelle soll ein weiterer Verteiler die Stromversorgung für das Anwesen 23 sicherstellen. Der zunächst geplante Anschluss direkt am Gebäude scheiterte aus Denkmalschutz-Gründen. Den Auftrag an das Bayernwerk in Höhe von 3000 Euro erteilte der Gemeinderat ebenfalls einstimmig.

Baurechtliche Problemstellungen waren für die Gemeinderäte kein Hindernis, zu drei Bauanträgen das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen. Mit Befreiungen vom Bebauungsplan verbunden war die Zustimmung eines Bauantrages von Georg Schmidt (Münchsreuth) zur Errichtung eines Holzlagers. Als landwirtschaftliches Anwesen ist die Baumaßnahme der Familie Christine und Gerhard Walter in Münchsreuth privilegiert. Nach dem Großbrand vom 31. März 2015 steht der Wiederaufbau landwirtschaftlicher Gebäude an. Geplant sind ein neues Nebengebäude, die Erweiterung der Wohnräume, Lagerräume für die Landwirtschaft und ein Hauswirtschaftsraum.

Ziel der Gemeinde ist die Schließung von Wohnbaulücken. Der Antrag der Geschwister Katja und Mark Neumann aus Eschenbach, auf ihrem Wohnbaugrundstück am Herrnmühlweg in Tremmersdorf ein Nebengebäude mit Geräteraum, ein Gewächshaus und Volieren für Hühner und Tauben zu errichten, wird deshalb als erster Schritt für den Bau eines Wohnhauses angesehen. Die geplanten Gebäude befinden sich leicht außerhalb des Baufensters, wurde festgestellt. Auf bedingtes Einverständnis stieß die Absicht zur Errichtung einer Geflügel-Voliere. Die Geflügelhaltung sei in einem Wohngebiet nur im kleinen Umfang akzeptabel, hieß es.

Anfragen der Bürger

Im Anfragen-Teil erkundigte sich Holger Götz nach dem Stand der Gespräche mit "Learning Campus" zur Aufnahme von Kindern aus der Gemeinde in die Ferienprogramme der Trabitzer Firma für Erlebnispädagogik. Der Bürgermeister berichtete über eine erste Kontaktaufnahme und verwies auf kommende konkrete Verhandlungen für die Planungen des Programmjahres 2018.

Dank zollte Josef Rupprecht dem Bürgermeister. Der Haselbrunner würdigte den Einsatz des Gemeindechefs zur Wiedereinbeziehung der Ortschaft Haselbrunn in die Schulbuslinien nach Eschenbach und Kemnath.

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