04.07.2017 - 20:00 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Gemeinderat beschließt Fahrbahnteiler mit Überquerungshilfe an der Ortseinfahrt Tremmersdorf ... In Etappen über Straße

"Sicherheit hat Vorfahrt", heißt es im Sitzungssaal des Speinsharter Gemeindezentrums. Der Gemeinderat beschließt für die nördliche Ortseinfahrt Tremmersdorf der Staatsstraße einen Fahrbahnteiler mit Überquerungshilfe.

Die Staatsstraße in Tremmersdorf erhält am Ortseingang aus Richtung Speinshart im Bereich der Zufahrten zur Kellerbergsiedlung (rechts) und zum FC-Sportgelände (links) einen Fahrbahnteiler mit integrierter Überquerungshilfe. Die Kosten teilen sich Gemeinde und Freistaat im Verhältnis 25:75 Prozent. Bild: do
von Robert DotzauerProfil

Tremmersdorf/Speinshart. Die Gefahrenstelle im Bereich der Einfahrten zum FC-Sportgelände und in die Kellerbergsiedlung ist Bürgermeister und Rat schon lange ein Sorgenkind. Eine Bushaltestelle im Kreuzungsbereich verstärkt das Sicherheitsrisiko zusätzlich. Deshalb waren sich die Kommunalpolitiker am Montagabend einig, mit einem Fahrbahnteiler die Ortseinfahrt der Staatsstraße aus Richtung Speinshart sicherer zu machen - oder, wie es Bürgermeister Albert Nickl formulierte, einen "spürbaren Sicherheitsgewinn anzustreben".

Für die Initiative der Gemeinde hat auch die staatliche Bauverwaltung Verständnis. Das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach unterstütze den Antrag, teilte Nickl nach einem dreistündigen Ortstermin mit Straßenbauern, Telekom und Eon mit. Entstehen soll ein zwei Meter breiter Straßenteiler mit integrierter Überquerungshilfe. Die Fahrbahnen links und rechts davon werden eine Breite von jeweils 3,75 Meter aufweisen.

Gedämpfter Optimismus bestand in der Sitzung in Sachen Finanzierung. "Als Bauträger muss die Gemeinde auftreten", teilte der Bürgermeister mit: "Wir sind die Veranlasser; wer's anschafft, muss auch bezahlen." Doch die finanziellen Wermutstropfen verdarben nicht die gute Stimmung. Nickl berichtete von einem staatlichen Beitrag von 75 Prozent. Deshalb erscheint den Kommunalpolitikern das Projekt auch machbar, wenngleich der Planer schon einmal Gesamtkosten von bis zu 100 000 Euro kalkulierte. Das entspräche einem Kostenanteil der Gemeinde von bis zu 25 000 Euro. Auch für den Unterhalt sei die Kommune zuständig, sagte der Bürgermeister.

Eine Kostensenkung erwartet er bei einer Ausschreibung in den Wintermonaten. Denkbar sei auch eine gemeinsame Ausschreibung mit der Erschließung des Baugebiets "Brandhut" in Tremmersdorf. Im Zuge der Bauarbeiten werden auch Kabelverlegungen fällig. Für die weiteren Planungsschritte einschließlich einer Vereinbarung zur Kostenbeteiligung des Freistaats bekam Bürgermeister Albert Nickl vom Gemeinderat einstimmig eine Vollmacht.

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