Hauptfest der Marianischen Männercongregation in Speinshart
Gemeinschaft Gleichgesinnter

Vermischtes
Speinshart
11.07.2017
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NeuaufnahmenAcht neue Sodalen

Speinshart. (do) In einem feierlichen Akt nahm Abt Hermann Josef Kugler im Anschluss acht Neusodale aus den beiden Bezirken in die Marianische Männer-Congregation auf. Die Neumitglieder Norbert Braun, Friedrich Gradl und Bruno Uhl (alle Eschenbach), Josef Krywinski, Josef Scherl und Manfred Thaller (alle Speinshart), Dr. Bartholomäus Hammer und Erwin Kraus aus Kirchendemenreuth und Helmut Busch aus Wiesent gaben vor dem Abt das Treueversprechen und sprachen das Weihegebet. Nach der Segnung heftete Hermann Josef Kugler, assistiert von Präfekt Peter Krikorka, den Neusodalen als Symbol der Mitgliedschaft in der Gemeinschaft des MMC die Medaille mit blauem Band an. Die Neusodalen versprachen, die Gottesmutter zu ehren und nach ihrem Geist zu leben, treu zur Kirche und zum Papst zu stehen und den Glauben im Alltag zu leben.

Segne diese Männer, dass sie gute katholische Christen sind, hieß es schließlich. Abt Hermann Kugler verband den Aufnahmeakt mit dem Wunsch an alle Gläubigen, Zeugnis für ihren Glauben abzulegen. Mit einem der wohl schönsten und bekanntesten Marienlieder "Maria breit den Mantel aus, mach Schirm und Schutz für uns daraus", endete der festliche Gottesdienst. Sein Hauptfest setzte der MMC mit dem Bezirkskonvent im Klostergasthof fort. Ein Bericht über die Ehrungen der Mitgliedsjubilare folgt.

Die marianische Frömmigkeit hat in Bayern und in der Oberpfalz eine Jahrhunderte lange Tradition. Das jüngste 100-jährige Jubiläum der Patrona Bavariae, die zahlreichen Marienkirchen und die ewig jungen und aktuellen Marien-Wallfahrten geben Zeugnis von dieser tiefen Marienverehrung. Am Sonntag war es die Speinsharter Klosterkirche Maria Immaculata, in der sich die Verehrer der Gottesmutter zum Hauptfest der Marianischen Männercongregation (MMC) versammelten. Hunderte von Sodalen aus den Einzugsgebieten der MMC-Bezirke "Fahrenberg-Oberpfälzer Wald" und "Armesberg-Nördliche Oberpfalz" und viele Gläubige aus der Region vereinigten sich zu einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten.

Mustergültig organisiert von Andreas Sieber (Speinshart) und Max Pravida, Assistent des Marianischen Rates aus Pressath, begann das "Hauptfest Nord" mit einem farbenfrohen Kirchenzug. Eingerahmt von einem weiß-blauen Fahnenmeer und angeführt von der Jugendblaskapelle Pressath marschierten die Sodalen mit ihren Bannern aus den Pfarr-Congregationen Ebnath, Eslarn, Kemnath, Kirchendemenreuth, Kirchenpingarten, Kirchenthumbach, Kulmain, Letzau, Mockersdorf, Neukirchen zu St. Christoph, Pressath, Roggenstein, Schlammersdorf, Speinshart, Vohenstrauß, Waldthurn und Wiesau durch den großen Klosterhof zur Klosterkirche. Auch die Ortsgruppen Speinshart und Oberbibrach des Katholischen Frauenbundes zeigten mit ihren Bannern Solidarität.

Den Festgottesdienst zelebrierte Abt Hermann Josef Kugler. Als Konzelebranten assistierten Zentral-Präses Monsignore Thomas Schmid aus Regensburg und Pfarrpräses Pater Adrian Kugler. Für den festlichen musikalischen Rahmen sorgte der Kirchenchor Vorbach unter Leitung von Iris Meier. Schon bei der Begrüßung appellierte Abt Hermann Josef an die Gläubigen, mit Blick auf die leistungsorientierte Gesellschaft Leib und Seele bei Gott ruhen zu lassen. Den Sonntag zu ehren, sei deshalb eine gute Alternative, der Hektik des Alltags zu entfliehen.

Das Sonntagsevangelium nach Matthäus 11 nahm Abt Hermann Josef Kugler in seiner Predigt zum Anlass, ein Bild Jesu zu zeichnen, der den Reichen zu arm, den Gebildeten zu einfach und den Frommen zu frei gewesen sei. "Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen." Diese Worte Jesu interpretierte der Prämonstratenser-Abt als Kritik nicht an den Klugen, sondern an den Eingebildeten und als Einladung an die Unmündigen. Als unmündig verstand der Prediger alle Menschen, die auf Gott angewiesen seien. "Menschen, die klein sind und Gott groß machen wie Maria", so der Kirchenmann. Hermann Josef Kugler folgerte: "Die Trennlinie im Reich Gottes verläuft zwischen Reichen und Armen." Jesus preise die Unmündigen mit den Worten, selig, die arm seien und sich von Gott reich beschenken lassen. Die Armen verstünden das noch heute. (Kasten)
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