15.03.2018 - 16:44 Uhr
Speinshart

Jeder erfahrene Helfer wichtig

Auf 71 aktive Einsatzkräfte kann die Feuerwehr Speinshart bauen. Von einer starken Truppe, wenngleich sich die Ernstfälle in Grenzen halten, berichtet Kommandant Christian Höllerl in der Generalversammlung. Doch zum Feuerwehrdienst kommen viele weitere Verpflichtungen.

In der Generalversammlung ehrten Kommandant Christian Höllerl und Stellvertreter Andreas Stadler verdiente Kameraden. Unser Bild zeigt: Christian Felber (von links), Florian Lehner, Andreas Stadler (Adjutant), Jonas Pfleger, Christian Höllerl (Kommandant), Richard Neukam und Sabrina Seitz. Bild: do
von Robert DotzauerProfil

Die Anzahl der Einsätze ist nur einer der vielen Maßstäbe, die das Feuerwehr-Leben prägen. Die Wehr ist ein mächtiger gesellschaftlicher Faktor und schweißt Bürger zusammen. Darauf legt auch Christian Höllerl, Kommandant der Speinsharter Feuerwehr, großen Wert. In seinem Jahresbericht glänzte der junge Chef der Aktiven mit einer überzeugenden Bilanz.

Höllerl wandte sich zunächst der Einsatzstatistik zu und berichtete von 29 Alarmierungen mit 508 Einsatzstunden. Der Kommandant informierte über 12 technische Hilfeleistungen vor allem bei Verkehrsunfällen. Zu den freiwilligen Tätigkeiten zählte er Sicherungsmaßnahmen bei Kirchen- und Festzügen, bei Konzerten, bei der Klosternacht sowie bei der Priesterweihe und Primiz. Höllerl berichtete ferner über Fehlalarme und über zwei Kleinbrände. Immer wichtiger werde dabei die Aufgabe der Betreuung betroffener Personen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Dann ließ Höllerl noch einmal die Statistik sprechen und erklärte neben Adjutant Andreas Stadler die Kameraden Christian Felber, Stefan Neubauer und Tobias Traßl zu den fleißigsten Aktiven mit den meisten Einsatzstunden.

Die große Zahl von Aktiven verführe allerdings bei manchen Alarmierungen zum Desinteresse, kritisierte Höllerl. Deshalb appellierte er an die Einsatzbereitschaft bei jedem Alarm. Erst am Feuerwehr-Gerätehaus könne dann eine Entscheidung über die Anzahl der Einsatzkräfte vorgenommen werden. Nicht gelten lassen wollte der Kommandant das Argument, die Wehr habe genügend junge Einsatzkräfte. Jeder erfahrene Brandschützer sei wichtig. Als Problem betitelte er die derzeit unzuverlässige SMS-Alarmierung. Der Kommandant kündigte deshalb ein Alarmsystem auf der Basis einer App an.

Als einmalig nannte Höllerl die Leistungen der Wehrmänner beim Leistungstest für das "THL-Abzeichen". Seinen Vortrag schloss Höllerl mit der Würdigung von Einsatzkräften für die überörtliche Weiterbildung in der psychosozialen Notfallversorgung und für die Bereitschaft zur Weiterbildung in der Sanitätsgrundausbildung, bei der Ausbildung als Sondersignaltrainer und für Gruppenführer-Lehrgänge. Der Umfang der Fortbildung zum Beispiel als Maschinist, an den Atemschutzgeräten oder zur Einsatznachbearbeitung zeigt: Die Aktiven der Speinsharter Wehr sind auf dem neuesten Brandschutzstand. Übungsfleiß und die Bereitschaft, sich auf Lehrgängen fortzubilden, seien bemerkenswert, bestätigte der Kommandant.

Mit Blick auf die Ehrenzeichenverleihung durch Landrat Andreas Meier im Mai 2017 verlas Höllerl noch einmal die Namen der Brandschützer mit der jeweiligen Klassifizierung der Auszeichnung. In der Generalversammlung gab es für die jungen Feuerwehr-Damen und -Herren, Nicole Minnich, Johanna Nickl, Jonas Pfleger und Sabrina Seitz, das erste Dienstgradabzeichen. An Christian Felber konnte der Kommandant das Maschinisten-Abzeichen und an Florian Lehner das Atemschutz- Abzeichen überreichen. Auch für Jubiläen aktiver Brandschützer gratulierte er. Mit seinem Stellvertreter Andreas Stadler ehrte Höllerl Raphael Dötsch und Marcel Müller für zehnjährige aktive Dienstzeit. Als Krönung des Ehrungsteiles gratulierte das Führungsduo der Wehr Richard Neukam zu 40-jähriger aktiver Dienstzeit.

Die Erfolgsbilanz endete mit einer Laudatio an alle Verantwortlichen der Wehr, an Bürgermeister und Gemeinderat. An die Kommunalpolitiker gerichtet stellte Christian Höllerl fest: "Trotz beschränkter finanzieller Möglichkeiten der Gemeinde haben wir immer gute Lösungen gefunden." Dieses Geben und Nehmen erwartet der Aktiven-Chef auch in den nächsten Jahren, wenn es darum gehe, an eine Ersatzbeschaffung für den Mannschaftstransporter zu denken und die große Aufgabe einer baulichen Erweiterung der Fahrzeughalle anzugehen.

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