05.06.2017 - 20:38 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Johannes Bosco empfängt Priesterweihe "Ein Priester muss die Menschen mögen"

Ein großer Tag für Gemeinde, Pfarrei und Kloster Speinshart: Am Pfingstmontag schreibt ein junger Chorherr die Geschichte der Prämonstratenser im Klosterdorf durch sein "Ja" fort.

von Holger Stiegler (STG)Profil

Frater Johannes Bosco erhielt am Montag aus den Händen des Regensburger Weihbischofs Josef Graf das Sakrament der Priesterweihe. Und auch das gehört dazu: Statt "Frater" darf sich der Chorherr künftig "Pater" nennen.

Das Klosterdorf erlebte einen Besucheransturm, die Klosterkirche war komplett gefüllt. Dem Pontifikalgottesdienst voraus ging ein kurzer Kirchenzug vom Kloster- zum Hauptportal der Kirche. Zum liturgischen Personal gehörten neben Weihbischof Graf auch Administrator und Abt Hermann-Josef Kugler, der gesamte Konvent des Klosters Speinshart mit Prior Pater Benedikt Schuster an der Spitze, Regens Martin Priller vom Priesterseminar Regensburg, Dekan Johannes Lukas sowie zahlreiche weitere Geistliche.

Weihbischof Graf betonte in seiner Predigt, dass Johannes Bosco mit der Priesterweihe einen von ihm eingeschlagenen Weg weitergehe. Als Höhepunkte der Weihehandlung charakterisierte der Weihbischof, der den Neupriester bereits als Spiritual im Priesterseminar begleitete, die Handauflegung und das Weihegebet. Auch die Salbung der Hände sei ein besonders intensives Zeichen, das die Verbindung zwischen Priester und Christus darstelle. "Ein Priester muss die Menschen mögen und bei ihnen sein", sagte Graf. Dies dürfe aber nicht heißen, den Menschen nach dem Mund zu reden. Der Weihbischof griff die Formulierung vom "Dorfpfarrer für die Menschen" auf, die Frater Johannes Bosco im Vorfeld der Weihe artikuliert hatte. "Das hat mir sehr gut gefallen", so Graf.

Nachdem Frater Johannes Bosco seine Bereitschaft zum priesterlichen Dienst bekundet hatte, warf er sich als Zeichen der Hingabe an Gott zu Boden, wo er während der gesamten Litanei der Fürbitten ausharrte. Anschließend legte ihm Graf die Hände auf und sprach das Weihegebet. Es folgten das Anlegen des Priestergewandes und die Salbung der Handflächen des Neupriesters.

Die Hostienschale und den Kelch brachten die Eltern Pater Johannes Boscos zum Weihbischof. Im Anschluss nahm der Pater als neugeweihter Priester im Altarraum Platz. Ein besonderer Moment des Gottesdienstes war der erste Segen, den Pater Johannes Bosco spenden durfte. An den Gottesdienst schloss sich ein Empfang im Kreuzgang und im Klosterinnenhof an (Bericht folgt).

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