Konzertprogramm Kloster Speinshart
Klassiker der Region

Singing Witt kommt wieder: Der Chor des Weidener Unternehmens begeisterte bereits im Vorjahr. 2017 werden die Sänger und Musiker nach Speinshart zurückkehren. Bild: do
Vermischtes
Speinshart
03.01.2017
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Musik verbindet - erst recht in Speinshart. Deshalb bietet die Internationale Begegnungsstätte 2017 ein abwechslungsreiches Programm. Neben vertrauten Ensembles gibt es eine Reihe Erstbegegnungen: Musiker und Werke, die noch nie in Speinshart zu hören waren.

Abt Hermann Josef Kugler, Fördervereinsvorsitzender Georg Girisch und Begegnungsstättenleiter Thomas Englberger legen den Akzent auf Künstler mit Wurzeln in der Region. Als Beispiele nennt Englberger den Waldecker Komponisten Hans Koessler, Franz Gleißner, aus Neustadt/WN sowie Johann Speth, der in Speinshart zur Welt kam. Werke dieser Drei werden 2017 zu hören sein. Als zweiten roten Faden bezeichnen die Veranstalter Konzerte, die dem Nachbarn aus Böhmen gelten. So gilt der Auftritt des tschechischen Stargeigers Pavel Sporcl am Speinsharttag als Höhepunkt des Jahres. Aber auch Kooperationen deutscher und tschechischer Musiker zu Pfingsten und bei der böhmischen Hirtenmesse zählen zu den musikalischen Schmankerln.

Musik überwindet in Speinshart Grenzen und sie verbindet Jung und Alt, Klassikfreunde und Blech, zarte Klänge und temperamentvollen Gesang. Den Wohlklängen sind Tür und Tor geöffnet. Die barocke Pracht der Klosterkirche, das akustische Kleinod des Musiksaales, die Romantik der Wieskapelle oder die neuen konzertanten Möglichkeiten im Innenhof der Abtei versprechen instrumentale und vokale Musik der Extraklasse.

Programmvorschau für 2017

Eröffnet wird die Konzertsaison mit schottischen Liedern der Renaissance. "Yee Gods of Love" heißt es am Sonntag, 19. Februar. Das Helikon Consort mit Laute, Gambe und Gesang hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Vergessenheit geratene Musik bekannt zu machen. Ein "Paukenschlag" folgt am Ostermontag, 17. April. Fast traditionell verkündet das Ensemble "Bavarian Brass" die Botschaft der Auferstehung . Das Geheimnis der Auferstehung setzt sich am Samstag, 29. April, um 20 Uhr fort. Mit dem Titel "Auferstanden von den Toten" stellt "Lingua musica", der Chor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde aus Pegnitz die Berliner Messe des estnischen Komponisten Arvo Pärt vor.Besuch aus dem Süden erwartet die Internationale Begegnungsstätte am Sonntag, 7. Mai, um 19 Uhr. Ebenfalls in der Klosterkirche erklingt "Musica italiana". Mirjam und Wieland Meinhold treten als Duo Vimaris mit Sonaten, Arien, Canzonen, Toccaten und Concerti von Geminiani, Scarlatti, Corelli, Torelli, Vivaldi und anderen Komponisten auf. Es erklingen Meisterwerke der Barockzeit. "Quartett mit Herzblut" nennt das Ensemble Con Brio aus Amberg ihr Gastspiel am Sonntag, 21. Mai, um 19 Uhr. Das Streichquartett spielt Franz Gleißner, Wolfgang Amadeus Mozart und Antonin Dvorak.

International wird es am Pfingstsonntag, 4. Juni, um 19 Uhr. "Lobet den Namen des Herrn" jubeln das Ensemble "Moravia cantat" und der Chor "Vivat musica" aus Kraslice (Graslitz) mit Psalm-Vertonungen christlicher und jüdischer Komponisten. Die Musiker und Sänger aus Deutschland und Tschechien fühlen sich dem Geist der Versöhnung verpflichtet. "Speinshart ganz Chor" heißt es am Sonntag, 25. Juni, um 19 Uhr im Innenhof der Prämonstratenser-Abtei. Erneut lädt die Sängergruppe Weiden mit Chorgemeinschaften aus Jugend-, Männer- und gemischten Chören zum Konzert. Das Programm reicht von traditioneller Chormusik bis zu Film- und Unterhaltungsmusik.

Den Gegensatz bildet zum Speinsharttag am Freitag, 7. Juli, im Innenhof mit dem tschechischen Stargeiger Pavel Sporcl mit seiner blauen Geige. Begleitet wird er vom Ensemble "Gibsy Way". Ein feuriges Konzert mit Künstlern aus Ungarn und Tschechien ist vorprogrammiert. Ähnlich temperamentgeladen geht es im Hochsommer weiter. Am Freitag, 21. Juli, glänzt erneut der Betriebschor von Witt-Weiden mit einem Benefizkonzert im Innenhof des Klosters. Die Sänger gehörten schon vor zwei Jahren zu den "Sommergästen". Stammgast ist das Salonorchester aus Neustadt/WN. Die Auftritte als "Classic-Open-Air" begeistern Jahr für Jahr mit beliebten Walzer- und Operettenweisen von Strauß, Lehar und Zierer. Terminiert ist das Konzert auf Samstag, 29. Juli, 20 Uhr, ebenfalls im Innenhof.

Wenn Alphorn auf Trompete, Marimba und Klarinette treffen, dann ist das die Stunde von Benno Englhardt, Klaus Rosner und Johanna Rubenbauer. "Auf fremden Pfaden" heißt der Nachmittag am Sonntag, 17. September, im Innenhof. Die Künstler beschreiten Wege abseits des klassischen Musizierens. Zwei Wochen später gastieren zum Rosenkranzfest am 1. Oktober um 16 Uhr in der Klosterkirche Aleksandra und Alexander Grychtolik mit "Musik für zwei Cembali". Am Sonntag, 15. Oktober, um 16 Uhr heißt es im Kirchenraum "A capella" mit dem Kammerchor Berlin. Es dirigiert Stefan Rauh, ehemaliges Mitglied und Chorleiter der Regensburger Domspatzen. Zur Aufführung kommen unter anderem Werke von Thompson, Koessler und Reger. Am Sonntag, 29. Oktober, gibt es im Musiksaal virtuose Gitarrenmusik. Das "Münchner Gitarrentrio" lässt spanische Melodien erklingen.

Der November lenkt den Blick auf "Süddeutsche Orgelmusik" mit Stücken aus dem Oberpfälzer Orgelbüchlein sowie von Johann Speth, einem gebürtigen Speinsharter. Das Konzert findet am Sonntag, 19. November, um 16 Uhr in der Klosterkirche statt. Das Jahr klingt in der Adventszeit aus. Am Sonntag, 3. Dezember, singen und musizieren der Regensburger Kammerchor und das Regensburger Kammerorchester mit Gesangssolisten aus Tschechien. Im Mittelpunkt steht die böhmische Hirtenmesse.

Weitere Höhepunkte sind im August mit dem Festival junger Künstler Bayreuth im Kloster progrrammiert und die Internationale Begegnungsstätte zu einem multinationalen Zentrum musikalischer Begegnung verwandeln.
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