25.06.2017 - 18:20 Uhr
SpeinshartOberpfalz

Kultur bis Mitternacht: Prämonstratenser-Abtei öffnete ihre Pforten zur vierten Klosternacht. Sehen, staunen und genießen

Kultur bis Mitternacht: Die Prämonstratenser-Abtei öffnete ihre Pforten zur vierten Klosternacht. Sie war geprägt von einer bunten Palette an musikalischen Programmpunkten, Ausstellungen, Info- und Verkaufsständen sowie Führungen. Neben Einblicken in das Klosterleben und in die Welt des Glaubens lockten vielfältige Entdeckungen im historischen Klosterhof und erstmals in der Klostertenne.

von Robert DotzauerProfil

Zum ersten Mal wurde auch Eintritt erhoben: Für fünf Euro gab's Zugang zu allen Veranstaltungen. Für junge Leute unter 18 Jahren war der Eintritt frei. Doch die Interessierten ließen sich von ein paar Euro nicht abschrecken. Den ganzen Abend riss der Besucherstrom nicht ab.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Prior Pater Benedikt Schuster vor dem Klosterportal öffnete sich eine Welt zum Sehen, Staunen und Genießen. Eine Mischung aus Glauben, Begegnung und Kultur, so der Leitgedanke, tat sich auf. Besonders der Kreuzgang wurde während der Klosternacht zum "Markt der Möglichkeiten".

Ausstellungen und Tanz

In den drei Flügeln stellten soziale Einrichtungen, etwa die Kinderkrebshilfe Oberpfalz Nord, regionale Anbieter und Institutionen ihr vielfältiges Engagement und Schaffen unter Beweis. Dicht umlagert waren die Stände mit Klosterprodukten, regionalen Schmankerln und Informationen. Und als Hauswirtschaftsmeisterin Jutta Bundscherer dazu einlud, Kräuter mit allen Sinnen zu entdecken, konnte die ehemalige Klosterküche die fast ausschließlich weiblichen Anhänger der "grünen Küche" nicht fassen. Eine Wiederholung war notwendig. In den Räumlichkeiten des Klosters und in der Wieskapelle ergänzten drei Ausstellungen das Programm, und auch das meditative Tanzen mit Andrea Kick stieß auf großes Interesse. Zwischendurch hatten die Besucher Gelegenheit, in Führungen das Klosterdorf zu erkunden.

Temperamentvolle Musik

Draußen im historischen Klosterhof gab es kulinarische Verlockungen. Erstmals bezogen die Organisatoren um Thomas Englberger die Klostertenne in die Veranstaltung ein. Gut positioniert waren der Weinstand und kulinarische Genüsse aus dem Nahen Osten.

Bunt und international präsentierte sich auch das musikalische Programm. Besonders die temperamentvollen Freiluftkonzerte der Big Band des Gymnasiums Eschenbach und des Saxofon-Quartetts von Georg Obermeier sorgten für ein stimmungsvolles Ambiente. Mit einem musikalischen Höhepunkt klang die Klosternacht auch aus. In der voll besetzten Klosterkirche vereinigten sich Orient und Okzident: Die Gruppe "Andalusian Pawshih" beschrieb mit Musik zum Träumen Begebenheiten aus dem frühen Mittelalter.

Um alle Angebote zu nutzen, mussten die Besucher viel Entscheidungsfreude mitbringen. Ein köstlicher Tropfen Klosterwein war für viele der krönende Abschluss einer zauberhaften Klosternacht.

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