18.03.2018 - 16:04 Uhr
Speinshart

Professionell und gemeinnützig

Nun ist die Feuerwehr Speinshart ein eingetragener Verein. Die Versammlung billigt einstimmig die Umwandlung, die in Zusammenhang mit der künftigen Gemeinnützigkeit des Vereins steht.

von Robert DotzauerProfil

Die neue Satzung tritt nach der Eintragung in das Vereinsregister am 1. Januar 2019 in Kraft. Den Entwurf erläuterten Schriftführer Robert Kausler und Vorsitzender Stefan Schedl. In wesentlichen Passagen orientiert sich der neue Text an der alten Satzung. Viele Änderungen sind redaktioneller Art. Neu sind allerdings Formulierungen über die Zulassung einer Kinderfeuerwehr, die Konkretisierung von Altersgrenzen, das Abstimmungsprozedere in Mitgliederversammlungen, die Beschreibung von Aufgabenfeldern und Ehrungsvoraussetzungen, Datenschutzregelungen und die Möglichkeit der Einführung von Ehrenamtspauschalen. Die Abstimmungen zur Umwandlung in einen eingetragenen Verein und zur Annahme der Satzung erfolgten in der Generalversammlung einstimmig. Verpflichtend war danach die Neuwahl des Vorstandes mit Inkrafttreten der Satzung. In geheimer Abstimmung bestätigten die Mitglieder Vorsitzenden Stefan Schedl, Stellvertreter Wolfgang Merkl, Schatzmeister Christofer Neukam und Schriftführer Robert Kausler mit Wirkung ab 1. Januar 2019. Mit Martin Höllerl, Roland Lins und Johann Meyer behalten auch die Beisitzer ihre Posten.

Bürgermeister Albert Nickl unterstrich den unschätzbaren Wert der beiden Feuerwehren für die Gemeinde. "Im 123. Gründungsjahr sind die Speinsharter Brandschützer so top und stark wie nie zuvor und eine Vorzeigewehr im Landkreis". Eine Mannschaft mit guter Ausstattung und Moral beweise immer wieder große Leidenschaft und Gemeinsinn. Nickl würdigte zudem den erfreulichen Altersschnitt der Aktiven und kündigte Gespräche mit dem Vorstand über die Wünsche der Wehr an. "Für den Ausbau des Gerätehauses gibt es keine staatlichen Zuwendungen", gab das Gemeindeoberhaupt zu bedenken. Umso schwieriger sei die Finanzierung. Um die gewohnt kräftige Mithilfe bat er beim Bürgerfest am 7. und 8. Juli 2018.

Einsehen mit den strapazierten Mitgliedern hatte nach der vierstündigen Versammlung Kreisbrandmeister Rainer Kopp. Dem Vertreter der Landkreis-Feuerwehrführung lag besonders die gute Zusammenarbeit zwischen den Wehren am Herzen. Im Einsatz erwarte die Bürgerschaft von den Wehren professionelle Hilfe. Die großen Investitionen der Gemeinden seien deshalb gerechtfertigt und gut angelegt, meinte Kopp. Grüße der Patenwehr aus Grafenwöhr übermittelte zweiter Kommandant Karsten Englhardt. Für die Nachbarwehr aus Tremmersdorf dankte zweiter Vorsitzender Andreas Diepold für das gute Miteinander, für die sensationelle Festbeteiligung und für die Unterstützung beim Aufbau eines Atemschutztrupps.

Pfarrer Adrian Kugler bemerkte zu später Stunde humorvoll: "Um diese Zeit bin ich eigentlich nur noch in der Christmette." Er lobte für die Pfarrei die vielfältige Unterstützung. "Es war auch in der Kirchengemeinde und im Kloster viel los." Umso wichtiger sei die Hilfe der Feuerwehr gewesen. Thomas Englberger unterstrich als Leiter der Internationalen Begegnungsstätte die Leistungen der Wehr für den reibungslosen Betrieb der Bildungsstätte und bat um weitere verlässliche Unterstützung.

18 Jugendliche schließen sich der Wehr an

Der überragende Besuch der Generalversammlung war nicht der einzige Rekord. Die Führungsmannschaft freute sich über die Aufnahme von 18 Jugendlichen. Diesen Mitgliederboom stellte auch Jugendwart Stefan Neubauer in den Mittelpunkt seines Berichts. Im Rückblick auf das Berichtsjahr 2017 ging es um vier Neuaufnahmen mit der Erweiterung der Jugendgruppe auf 14 Anwärter.

Neubauer informierte über eine eigene Jugend-Generalversammlung mit dem Ziel, erste Grundbausteine für das Heranführen der jungen Leute an die Fahrzeugkunde und an den Umgang mit den Gerätschaften zu setzen. Der Jugendwart erzählte von einem Übungsmarathon mit zwölf Einheiten. Vorgabe sei der Erwerb des Jugendleistungsabzeichens gewesen. Dieser Eifer sollte sich für Veronika und Christian Schinner, Christoph Schedl, Rafael Neukam und Jakob Diepold auszahlen. Zu den weiteren Erfolgsmeldungen gehörte der von acht Teilnehmern bestandene Wissenstest in Schlammersdorf. Als Erfolgsrezept nannte Neubauer die Mischung aus Ausbildung, Spiel und Spaß. Das Maibaum-Aufstellen, Teilnahme an der Gemeindemeisterschaft im Kegeln, Weihnachtsfeier im Floriansstüberl und Ausflug zur Gokart-Bahn in Wackersdorf: der gesellige Teil sei begeistert angenommen worden, betonte der Jugendwart.

Von 20 Atemschutzträgern berichtete Atemschutzwart Stefan Sollner. Er lud alle Brandschützer ein, diese verantwortungsvolle Tätigkeit einmal auszuprobieren. Im Oktober wartet der nächste Lehrgang in Pressath. Sollner verwies auf die Notwendigkeit laufender Gesundheitsuntersuchungen und berichtete von der Teilnahme aller 20 Geräteträger an Übungen in der Übungsstrecke Neuhaus. Nach Hinweisen zur Ausrüstung zeigte sich Sollner mit der Übungsteilnahme sehr zufrieden. Besondere Erwähnung fanden die Tests mit der Nachbarwehr aus Tremmersdorf. Er bat, Übungsprojekte rechtzeitig zu melden, zum Beispiel bei Abrissarbeiten, damit die Truppe Erfahrungen sammeln könne. Lobend erwähnte der Atemschutzwart Sebastian Müller für die vielen Fahrdienste bei der Überprüfung der Gerätschaften. (do)

Um diese Zeit bin ich eigentlich nur noch in der Christmette.Pfarrer Adrian Kugler zu fortgeschrittener Stunde

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