09.06.2021 - 22:54 Uhr
Sport

Alba Berlin bezwingt Bayern-Basketballer im ersten Finale

Alba legt im BBL-Finale den die Bayer-Basketballer vor. In einer spannenden Schlussphase ist ein gebürtiger Berliner und Ex-Münchner die entscheidende Figur.

von Agentur DPAProfil

Berlin (dpa) - Titelverteidiger Alba Berlin hat den ersten Schritt zum erneuten Gewinn der deutschen Basketball-Meisterschaft gemacht. Im Auftaktduell der Best-of-five-Endspielserie setzte sich der Hauptstadtclub gegen Pokalsieger FC Bayern München mit 89:86 (45:40) durch.

Erfolgreichste Werfer für die Mannschaft von Trainer Aito Garcia Reneses waren Marcus Eriksson mit 23 Punkten und Simone Fontecchio mit 18 Zählern. Für die Gäste aus München, die 2019 zuletzt den Titel gewonnen hatten, waren James Gist mit 19 und Dennis Seeley mit 14 Punkten am erfolgreichsten. Im Duell der Dauerrivalen kommt es bereits am Donnerstag (20.30 Uhr/Sport1 und Magentasport) zum zweiten Aufeinandertreffen in Berlin.

Alba startete vor 1450 Zuschauern selbstbewusst und führte schnell mit 11:5. Allerdings hätte der Double-Gewinner des Vorjahres durchaus noch weiter vorne liegen können, doch genau wie die Bayern leisteten sich die Gastgeber zunächst viele Unkonzentriertheiten. Am Ende einer langen und kraftraubenden Saison, in der beide Teams bereits rund 80 Pflichtspiele absolviert hatten, kam das jedoch wenig überraschend.

Bayern mit Verletzungssorgen

München musste zudem auf den ehemaligen NBA-Profi Paul Zipser und Leon Radosevic verzichten. Während Radosevic bereits in Spiel zwei wieder dabei sein könnte, wird Zipser nicht mehr zum Einsatz kommen. Wie die Bayern erst eine halbe Stunde vor der Begegnung mitteilten, waren „neurologische Probleme“ der Grund für den Ausfall.

Das Fehlen des ehemaligen Spielers der Chicago Bulls wiegt schwer. Im Pokalfinale gegen Alba hatte Zipser mit 18 Punkten großen Anteil am Titelgewinn. Ohne den Flügelspieler leistete sich sein Team früh viele Ballverluste im Duell der Dauerrivalen. Bereits sechsmal standen sich die Teams seit 2013 in den Playoffs gegenüber - und immer gewann München, davon dreimal im Finale. 2020 waren die Bayern gegen Ludwigsburg allerdings bereits im Viertelfinale ausgeschieden.

Sikma bei Alba wieder zurück

Auf dem Weg ins aktuelle Endspiel setzten sich die Bayern mit 3:1 gegen die Riesen durch, Berlin bezwang Ulm 3:1. In den Kader des einstigen Serienchampions kehrten die Langzeitverletzten Johannes Thiemann und Luke Sikma pünktlich zur wichtigsten Serie des Jahres zurück. Sikma half, dass Alba früh führte und die Bayern nur beim Stand von 38:38 zum Ausgleich kamen. Zur Halbzeit erkämpften sich die Hausherren auch durch gute Reboundarbeit fünf Punkte Vorsprung.

Mit erfolgreichen Dreipunkt-Würfen des Schweden Marcus Eriksson, enorm hoher Intensität und der Präsenz des 2,21 Meter großen Christ Koumadje beeindruckte Alba im dritten Viertel die Bayern. Lohn war eine 68:59-Führung vor dem Schlussabschnitt, in dem München zunächst weiter Nerven zeigte. Der Amerikaner Wade Baldwin musste nach zwei technischen Fouls vorzeitig vom Feld, trotzdem gelang zwei Minuten vor dem Ende erstmals seit dem Beginn wieder die Führung (82:80). Am Ende übernahm Nationalspieler Maodo Lo die Verantwortung und führte Alba mit wichtigen Körben zum verdienten Sieg.

© dpa-infocom, dpa:210609-99-929833/3

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