27.12.2019 - 11:29 Uhr
AmbergSport

ERSC Amberg vor Rekordkulisse nicht in Normalform

Der ERSC Amberg hat die Wiederholung des Derbysieges gegen den EV Pegnitz verpasst. Vor 1600 Zuschauern scheitern die Löwen an ihrer unzureichenden Chancenverwertung - und an Torhüter Maximilian Schmidt, der zum großen Spielverderber wird.

Deutlich schwerer als beim 5:2-Sieg einige Tage zuvor in Pegnitz tat sich der ERSC Amberg (in den dunklen Trikots links Martin Brabec, rechts Daniel Vlach) im Rückspiel am Donnerstagabend. Die Löwen bissen sich vor allem an Torhüter Maximilian Schmidt (links) die Zähne aus.
von Autor PAProfil

Trotz eines Übergewichts an Torschüssen unterlag der ERSC Amberg am zweiten Weihnachtsfeiertag knapp mit 1:2 und konnte dabei über weite Phasen nicht an seine Normalform anknüpfen. Die Rahmenbedingungen mit gut 1600 Zuschauern waren eigentlich ideal für ein Derby in der Eishockey-Landesliga, aber die vollen Ränge schienen die Teams eher zu hemmen - wenngleich: Der Wille war beiden Teams gewiss nicht abzusprechen.

Nach dem 5:2-Hinspielerfolg in Pegnitz ergriff der ERSC zu Beginn die Initiative, drängte die Ice Dogs in deren Verteidigungsdrittel. Zwingende Chancen gab es allerdings nicht. Die Gäste befreiten sich erst nach zwei aufeinanderfolgenden Strafen für Amberg aus der Umklammerung, es blieb in Anfangsphase aber beim Abtasten.

Durchschlagskraft fehlt

Hoffnung keimte bei den ERSC-Fans zu Beginn des Mittelabschnitts auf, als die Löwen doppelte Überzahl hatten, aber das Powerplay blieb hier wie auch bei den weiteren Situationen ohne wirkliche Durchschlagskraft. Zum Teil wurde bei besten Einschussmöglichkeiten nochmals quergelegt oder vorschnell die Brechstange ausgepackt. Es wirkte irgendwie nervös, dabei hätte man ja eigentlich unbeschwert aufspielen können, denn die sportlichen Entscheidungen für den Vorrundenverlauf waren ja längst gefallen.

Pegnitz bekam immer einen Schläger dazwischen und den Rest erledigte der Spielverderber: Torhüter Maximilian Schmidt. Die größte Chance für die Gastgeber ergab sich ausgerechnet in Unterzahl, doch Martin Brabec konnte den Break nicht erfolgreich abschließen. Mehr Schlagabtausch gab es dann zum Ende des Drittels. Zunächst hatten die Gästefans den Torschrei auf den Lippen, als EVP-Verteidiger Benjamin Frank einen Schlagschuss ans Amberger Torgestänge hämmerte. Sekunden später jubelte der ERSC-Anhang, weil den direkten Konter Felix Köbele zur Amberger Führung verwertete. Zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient.

Zwei Überzahltreffer

Das Schlussdrittel wurde dann spannend, wenn auch nicht hochklassig. In diesem Abschnitt kassierten beide Teams mehr als die Hälfte ihrer Strafzeiten, was sich auch nachteilig auf den Spielfluss auswirkte. Einzelaktionen bestimmten das Geschehen, woraus sich aber immer wieder Möglichkeiten auf beiden Seiten ergaben. Letztendlich entschieden die Powerplaysituationen, denn während Amberg da weiter erfolglos agierte, kippten die Ice Dogs mit zwei Überzahltreffern durch Michael Kuhn und Patrik Dzemla die Begegnung zu ihren Gunsten.

Das Glück stand dem ERSC zudem nicht nur Seite, als Daniel Troglauer in der Schlussphase nur den Pfosten traf. Auch die Maßnahme von Löwen-Coach Dan Heilman, Torhüter Carsten Metz für einen weiteren Feldspieler vom Eis zu nehmen, brachte trotz einiger Großchancen nicht den erhofften Ausgleich.

Info:

ERSC Amberg - EV Pegnitz 1:2 (0:0, 1:0, 0:2)

Tore: 1:0 (37.) Köbele (Hampl), 1:1 (46.) Kuhn (Neumann, Frank/5-4), 1:2 (53.) Dzemla (Navarra/4-3) - Strafen: Amberg 16, Pegnitz 16 Minuten - Schiedsrichter:Mackert, Wittmann - Zuschauer: 1600

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