25.08.2019 - 18:10 Uhr
Sport

Deutsche Hockey-Damen verlieren EM-Finale

Die deutschen Hockey-Damen sind im EM-Finale von Antwerpen am Titelverteidiger Niederlande gescheitert und müssen, wie auch die DHB-Herren, in die Olympia-Qualifikation in Mönchengladbach. Bundestrainer Reckinger war trotzdem stolz auf sein Team.

Die deutschen Hockey-Damen haben das EM-Finale gegen die Niederlande mit 0:2 verloren.

Antwerpen (dpa) - Die deutschen Hockey-Damen haben bei der Europameisterschaft in Antwerpen den Titel und die angepeilte direkte Olympia-Qualifikation verpasst.

„Wir waren nah dran, haben aber zu wenig Chancen kreiert“, sagte Spielführerin Janne Müller-Wieland am Sonntag nach dem 0:2 (0:1) im Endspiel gegen den Titelverteidiger Niederlande. Bundestrainer Xavier Reckinger ergänzte: „Holland ist die beste Mannschaft der Welt. Die Mädels können trotzdem stolz sein, es war ein tolles Turnier.“ Schließlich hatten die DHB-Damen erstmals seit sechs Jahren wieder ein EM-Endspiel erreicht.

Nichtsdestotrotz muss sich sein Team nun genau wie die DHB-Herren das Tokio-Ticket erst Anfang November in der Olympia-Qualifikation in Mönchengladbach erkämpfen. Die Herren beendeten ihre EM am Samstag nach einem 0:4 (0:1) im Spiel um Platz drei gegen die Niederlande als Vierter und bleiben damit auch im dritten Jahr in Serie unter Bundestrainer Stefan Kermas ohne Medaille.

Im Finale erarbeitete sich Pia Maertens (3.) früh die erste Strafecke, doch Nike Lorenz konnte den Schuss nichts aufs Tor bringen. Danach drängte der Weltmeister in einem zunehmend ruppigeren und körperbetonten Spiel auf den Führungstreffer. Diesen besorgte Kelly Jonker (12.) mit einem Stechertor. Die Deutschen lauerten nun auf Konterchancen und wurden fast belohnt, doch Maertens (27.) konnte den Rebound nach einem Schuss von Hannah Gablac nicht verwerten. „Es ist einfach ärgerlich, denn wieder schießen die ein frühes Tor und wir rennen hinterher“, meinte die Duisburgerin, die als beste Nachwuchsspielerin ausgezeichnet wurde.

Der Titelverteidiger bestimmte die Begegnung auch im dritten Abschnitt, verpasste mit Laurien Leurinks Pfostenschuss jedoch zunächst das 2:0. „Hinten haben wir den Kasten weitgehend sauber gehalten, aber wir müssen auch vorne was Zählbares rausholen“, sagte Müller-Wieland, die bereits beim EM-Titel 2013 dabei war. Deutschland versuchte in der Schlussphase mit elf Feldspielerinnen den Ausgleich zu erzwingen, stattdessen traf Lidewij Welten aber 40 Sekunden vor Schluss zum 2:0.

„Wir sind mit dem Ergebnis der Damen zufrieden, mit dem der Herren hingegen können wir nicht zufrieden sein“, resümierte DHB-Leistungssportdirektor Heino Knuf und kündigte an: „Wir brauchen definitiv Veränderungen, dies muss aber keine Personalveränderung sein. Ich gehe davon aus, dass Stefan Kermas unser Trainer für Tokio ist, aber man muss natürlich die Analyse abwarten.“ Zunächst steht jedoch die Qualifikation an. Den EM-Titel und das Direkt-Ticket sicherte sich Belgien durch ein 5:0 über Spanien.

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