20.07.2018 - 14:59 Uhr
EtzenrichtSport

Derbyzeit in der Landesliga Mitte

Etwa zehn Kilometer Luftlinie liegen zwischen den Spielstätten beider Teams. Die Kicker kennen sich aus dem Effeff. Ein Favorit ist vor dem Landesliga-Derby zwischen dem SV Etzenricht und der SpVgg SV Weiden nicht auszumachen.

Beim letzten Landesliga-Derby in der Spielzeit 2012/13 lief Chousein Chousein (rechts) noch für die SpVgg SV Weiden auf. Am Samstag wird er im Mittelfeld des SV Etzenricht die Fäden ziehen.
von Externer BeitragProfil

(chap/ssl) Schon am dritten Spieltag der Landesliga Mitte steht am Samstag um 16 Uhr das Derby zwischen dem SV Etzenricht und Bayernliga-Absteiger SpVgg SV Weiden auf dem Terminplan. Logisch, dass die Vorfreude in beiden Lagern groß ist, kennen sich doch beide Teams bestens. SV-Trainer Rüdiger Fuhrmann hofft auf eine ordentliche Zuschauerkulisse und natürlich einen Heimsieg.

"In dieser enorm starken Liga zählt jeder Punkt", sagt Fuhrmann. "Gerade auf heimischem Gelände sollte man tunlichst Einbußen vermeiden. Nebenbei wollen wir unseren Fans eine ordentliche Leistung bieten." Abgehakt ist die knappe 0:1-Niederlage am Mittwoch in Passau. Unterm Strich ging die Einbuße für den SV-Coach in Ordnung. "Die Hausherren besaßen eindeutig mehr gute Gelegenheiten. Wer weiß, wie die Partie nach einem Pfostenschuss und kurz darauf einer weiteren guten Gelegenheit für uns gelaufen wäre." Großes Lob zollte Fuhrmann seinem Team ob einer riesigen läuferischen Leistung. Und er gibt zu bedenken, dass in der Anfangself sechs Neuverpflichtungen standen, darunter vier aus unteren Ligen. "Sie haben ihre Aufgabe ordentlich erledigt und eine Menge dazugelernt."

Dem Duell gegen seinen früheren Arbeitgeber sieht der SV-Coach gelassen entgegen. Die Chancen auf einen Erfolg sind mit Sicherheit gegeben. Mit welcher Taktik er gegen den Bayernliga-Absteiger agieren will, ließ Fuhrmann offen. "Auf jeden Fall versuchen wir, dem Gegner das Leben so schwer wie möglich zu machen." Angaben zum Gegner wollte Fuhrmann auch nicht machen. Dass er ihn beobachten ließ, steht außer Frage. Seine Kontakte zu Alexander Geiger, Trainer des FC Sturm Hauzenberg und erster Liga-Gegner der Weidener, sind weiterhin vorhanden.

Personell stehen keine gravierenden Änderungen an. Verletzt fallen weiter Andreas Mark und Andreas Koppmann aus. Conny Graßl kommt aus dem Urlaub zurück, ob er in den Kader aufrückt, ließ Fuhrmann offen.

Siege nicht überbewerten

Erstmals seit 2013 kreuzen Etzenricht und Weiden wieder die Klingen in der Landesliga. Für die Schwarz-Blauen geht es dabei nicht nur ums Prestige, sondern darum, den ordentlichen Start in die neue Spielzeit zu bestätigen. SpVgg-SV-Trainer Andreas Scheler will den guten Auftakt seines Teams nicht überbewerten: "Wir sind gut aus den Startlöchern gekommen, jedoch haben zwei Spiele nur wenig Aussagekraft. Es gilt nun, diesen Trend fortzusetzen und sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen." Tatsächlich scheinen die Schwarz-Blauen den Bayernliga-Abstieg aus der Vorsaison schnell aus den Köpfen bekommen zu haben. Die beiden Siege gegen die niederbayerischen Konkurrenten Sturm Hauzenberg (2:1) und SV Hutthurm (3:0) waren Balsam für das Selbstvertrauen der jungen Wasserwerk-Elf. Deswegen erwartet Scheler auch in Etzenricht einen selbstbewussten Auftritt seiner Truppe: "Wir wollen das Derby mit Freude und dem nötigen Willen angehen. Uns wird nichts geschenkt und wir werden richtig gefordert. Solche Spiele sind immer etwas Besonderes. In erster Linie wollen wir aber die äußeren Begebenheiten ausschalten und uns auf uns konzentrieren."

Den letzten Vergleich der beiden Teams aus dem Kreis Weiden gewann die SpVgg SV im Mai 2013 mit 5:1 in der Landesliga Nordost. Mit Maximilian Geber, Thomas Wildenauer und Stefan Graf (im Trikot des SV Etzenricht) stehen noch drei Akteure von damals im heutigen Weidener Kader. Während die Schwarz-Blauen danach fünf Jahre in der Bayernliga verbrachten, hielt sich Etzenricht bravourös den gleichen Zeitraum in der Landesliga Mitte. Am engsten war es für die Elf von Trainer Rüdiger Fuhrmann dabei in der letzten Spielzeit, als der Klassenerhalt in vier aufregenden Relegationsspielen in letzter Minute gesichert worden ist. Das Aufgebot der SpVgg SV offenbart noch einige Fragezeichen. Sebastian Bilz fällt sicher aus. Ob sich die angeschlagenen Benjamin Werner (Krankheit), Florian Rupprecht (Knieprellung) und Dominik Huber (muskuläre Probleme) dazu gesellen, entscheidet sich kurzfristig.

Rüdiger Fuhrmann, Trainer des SV Etzenricht

Andreas Scheler, Trainer der SpVgg SV Weiden

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