Uli Hoeneß war am Wochenende nicht nur in Berlin, um den Sieg im DFB-Pokal seines FC Bayern zu feiern. Er gab dort auch ein Interview, das bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Im Talk mit Spiegel-Reporter Markus Feldenkirchen arbeitete er sich an allem ab: AfD, SPD, Neidgesellschaft und sportlich natürlich auch an FIFA-Boss Gianni Infantino oder Bundestrainer Julian Nagelsmann. Und er sagte auch etwas über einen jungen Mann aus der Oberpfalz.
Als Feldenkirchen mit Hoeneß eine mögliche Wunschformation für die deutsche Nationalelf bei der anstehenden WM durchging, stellte der Spiegel-Journalist Nathaniel Brown statt David Raum auf die linke Abwehrseite. Da stimmte der Bayern-Patron zu: „Nene Brown würde ich auch aufstellen, der gefällt mir sehr gut“, sagte er über den Kümmersbrucker, der bei Eintracht Frankfurt spielt und der Shootingstar der Saison war. Pikant: Vielleicht sieht Hoeneß ja Brown in der kommenden Saison regelmäßig im Bayern-Trikot. Die Münchner sollen großes Interesse an der Verpflichtung des 22-Jährigen haben.
Weniger schmeichelhaft war, was Hoeneß über Sportvorstand Max Eberl sagte. Daran gebe es noch Zweifel an der Vertragsverlängerung, meinte das Aufsichtsratsmitglied. Die Chancen stünden wohl derzeit bei 60:40 pro Eberl, meinte Hoeneß. Der Vertrag des Sportvorstands läuft noch ein Jahr. Im August soll das Kontrollgremium über eine Weiterbeschäftigung entscheiden.
Eberl war nach dem Pokalsieg etwas pikiert. „Ich war schon überrascht über den Zeitpunkt der Veröffentlichung.“ Aber natürlich könne der Aufsichtsrat Zweifel an jemandem haben. Das sei ganz normal. „Ich habe mittlerweile ein dickes Fell“, sagte Eberl weiter. Welche Zweifel es gebe, darauf ging Hoeneß nicht ein.













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