13.04.2019 - 17:34 Uhr
Sport

Leipzigs auf Königsklassen-Kurs - Werner vor Wechsel

Mit einem Offensivfeuerwerk überrennt RB Leipzig die Wolfsburger. Das Ticket für die Königsklasse könnte schon bald gelöst werden. Ein Unruheherd bleibt die ungewisse Zukunft von Werner. Vorstandschef Mintzlaff signalisiert eine klare Tendenz.

Wolfsburgs Torwart Pavao Pervan streckt sich, kann den Treffer von Leipzigs Kevin Kampl (3.v.l.) aber nicht verhindern.

Leipzig (dpa) - Im Rennen um die Champions League hat RB Leipzig gegen Verfolger VfL Wolfsburg einen souveränen 2:0-Sieg errungen. Im Poker um Nationalstürmer Timo Werner müssen sich die Sachsen aber womöglich geschlagen geben.

Der 23 Jahre alte deutsche Fußball-Nationalspieler steht offenbar vor dem Absprung. „Wir wollen bekanntermaßen mit ihm verlängern und ihn natürlich unbedingt halten. Aber er hat uns signalisiert, dass er eher nicht verlängern möchte“, sagte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff in der Halbzeitpause des Spiels bei Sky.

Inmitten seiner Lobeshymne über „ein absolutes Topspiel“ wurde Cheftrainer Ralf Rangnick am Samstag mit den neuen Aussagen seines Vorstandsvorsitzenden konfrontiert. „Ich weiß nichts von einem neuen Stand. Wenn ich aber ganz ehrlich bin, habe ich schon mehrmals gesagt, dass es für mich im Moment nicht von ganz großer Bedeutung ist, mich interessiert vielmehr die Formkurve von Timo. Und die zeigt in den letzten Wochen deutlich nach oben“, sagte Rangnick auf der Pressekonferenz und bescheinigte dem pfeilschnellen Stürmer auch beim Sieg gegen die Niedersachsen „ein richtig gutes Spiel.“

Sportdirektor Rangnick sieht sich derzeit vor allem in der Trainerrolle. „Es interessiert mich nicht, was in sechs, sieben Wochen mit seinem Vertrag passiert. Sondern mich interessiert, wie Timo jetzt wieder in Gladbach spielt.“ Beim nächsten Auswärtsspiel bei Verfolger Borussia Mönchengladbach am kommenden Samstag kann Leipzig einen ganz großen Schritt zum Königsklassen-Ticket machen. „Wenn man dort gewinnen kann, dann wird die Champions League save sein. Wir haben jetzt eine Woche, um uns auf Gladbach vorzubereiten, das ist ein extrem, wichtiges, entscheidendes Spiel.“

Gegen Wolfsburg fuhr Leipzig den fünften Pflichtspielsieg in Serie ein und verbesserte damit im Saison-Endspurt die Ausgangsposition. Vor 41.212 Zuschauern in der ausverkauften Red Bull Arena brachte Kevin Kampl (17.) die Leipziger in Führung, der abwanderungswillige Werner (28.) erhöhte per Kopf auf 2:0.

Nach der 0:1-Niederlage im Hinspiel überraschte Rangnick nach dem Ausfall vom gelbgesperrten Kapitän Willi Orban mit zwei Dreierketten in der Defensive. Erstmals rückte Marcel Halstenberg aus der Viererkette eine Position nach vorne neben Kampl und Konrad Laimer. So beherrschten die Leipziger, die die Niedersachsen daheim im DFB-Pokal-Achtelfinale mit 1:0 besiegt hatten, von Beginn an die Partie.

Auch die Führung war verdient. Nach einer abgewehrten Ecke setzte RB nach, Nordi Mukiele passte auf Kampl, der vor dem Strafraum nicht angegriffen wurde. Der Kapitän schlenzte den Ball mit dem linken Fuß ins lange Eck. Leipzig drückte weiter, Wolfsburg konnte sich kaum befreien. Als Laimer einen Konter der Gäste stoppte, ging alles blitzschnell: drei, vier Stationen, Flanke von Marcel Sabitzer, am langen Pfosten musste Werner den Ball entgegen der Torhüter-Laufrichtung nur einnicken. Es war der vierte Treffer des Nationalstürmers in den vergangenen fünf Spielen, dazu kamen noch vier Vorlagen.

Werner konnte auch nach dem Halbzeit-Wechsel sofort wieder jubeln, stand aber bei seinem Treffer (46.) aus Nahdistanz im Abseits. Unterdessen stellte Gästetrainer Bruno Labbadia um, brachte für Renato Steffen mit Daniel Ginczek einen weiteren Stürmer. Dieser testete in der 52. Minute mit einem Seitfallzieher Gulacsi. Auf der Gegenseite verpasste Werner (70./85./87.) mehrmals sein 15. Saisontor. Immer wieder fand er im gut parierenden VfL-Keeper Pavao Pervan seinen Meister. „Was meine Mannschaft gespielt hat, war wirklich gut, viel offensiver aufstellen geht nicht. Ich bin mit dem Auftritt meiner Mannschaft sehr zufrieden“, bilanzierte Rangnick.

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