06.08.2020 - 18:09 Uhr
Sport

Noch ohne Schweinsteiger: „Club“ legt los

Aufbruch in eine bessere Zeit: Das jedenfalls ist das Ziel des 1. FC Nürnberg nach dem Beinahe-Abstieg in die 3. Liga. Der neue Trainer Klauß soll bei den Franken eine Aufbruchstimmung erzeugen. Über zwei Bayern-Talente wird spekuliert.

Nürnbergs Coach Robert Klauß. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
von Agentur DPAProfil

Nürnberg (dpa/lby) - Ob er als neuer Nürnberger Trainer bei der Wohnungssuche in der Stadt schon erkannt worden war, vermochte Robert Klauß nicht zu sagen. „Ich war relativ schnell mit dem Fahrrad unterwegs“, scherzte der 35-Jährige wenige Stunden vor dem Trainingsstart des fränkischen Traditionsclubs. Einen knappen Monat nach dem Beinahe-Absturz in die Drittklassigkeit soll der von RB Leipzig verpflichtete Coach eine Aufbruchsstimmung erzeugen. „Wir haben einen interessanten jungen Trainer“, sagte Sportvorstand Dieter Hecking am Rande der ersten Einheit unter Klauß. „Die Mannschaft muss sich drauf einlassen.“

Beim Auftakttraining des Fußball-Zweitligisten unter neuer Leitung kickte auch der erste Neuzugang mit, das von RB Leipzig verpflichtete Mittelfeldtalent Tom Krauß (19). Nach seiner langen Pause wegen einer schweren Knieverletzung schwitzte ebenso Offensivspieler Virgil Misidjan gemeinsam mit den Teamkollegen, wenngleich mit einem dosierten Programm. „Wir müssen sehr behutsam sein“, sagte Klauß und freute sich über den ersten Eindruck: „Die Jungs haben Lust.“

Zu Spekulationen über die Verpflichtung von Bayerns Torwart Christian Früchtl (20) mochte sich Coach Klauß nicht äußern. Er verweise bei solchen Personalfragen an Hecking als Sportvorstand, sagte der Trainer. „Wir hauen es raus, wenn es was zu vermelden gibt.“ Auch über eine Ausleihe von Bayerns schon in der Bundesliga eingesetzten Neuseeländer Sarpreet Singh wurde spekuliert.

Hecking wies darauf hin, wie schwierig die Personalgestaltung für den umstrukturierten FCN in diesem Jahr sei. „Wir konnten mit als letztes in die Planung einsteigen“, betonte der bisherige HSV-Trainer. „Ich glaube, wir brauchen dieses Jahr auch einen langen Atem.“ Bis zum 5. Oktober sind in diesem Jahr Transfers in Deutschland möglich. Man wolle den Kader weitestgehend „so früh wie möglich“ stehen haben, „aber trotzdem flexibel sein“, sagte Klauß. „Wir lassen uns noch was offen, wenn etwas Spannendes passiert.“

Pünktlich zum Trainingsstart freute er sich, dass sein Trainerteam vorgestellt wurde. Der neue Co-Trainer Tobias Schweinsteiger (38) und der neu verpflichtete Torwarttrainer Dennis Neudahm (33) konnten wegen der Corona-Regeln und nötiger Tests am Donnerstag noch nicht mitwirken. Der neue Athletiktrainer Tobias Dippert (38) war aber schon dabei.

Der prominenteste Neue im Stab ist Schweinsteiger. Der Bruder von 2014er Weltmeister Bastian Schweinsteiger arbeitete zuletzt als Assistent beim Hamburger SV unter dem damaligen Cheftrainer Hecking. Aber auch Klauß kennt Schweinsteiger schon lange, von einem Testspiel des FC-Bayern-Nachwuchses gegen die Leipziger U17. „Wir haben uns gut ausgetauscht und Nummern ausgetauscht“, verriet Klauß. Seitdem bestand der Kontakt.

Der ehemalige Julian-Nagelsmann-Assistent Klauß berichtete von „sehr arbeitsreichen“ und „sehr produktiven“ ersten Nürnberger Tagen. Doch noch mehr Arbeit steht in den gut fünf Wochen Vorbereitung vor dem ersten Pflichtspiel für ihn beim Altmeister an. „Die Mannschaft ist mit vielen Spielern gespickt, die Potenzial haben. Es liegt an uns und dem Trainerteam, das rauszukitzeln und rauszuholen“, sagte er.

Die erste Pflichtspiel-Aufgabe ist dann eine Woche vor dem Liga-Saisonstart gleich besonders reizvoll. Dann ist der Ex-Club von Klauß, RB Leipzig, zum Erstrundenspiel im DFB-Pokal zu Gast.

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