09.01.2021 - 15:47 Uhr
Sport

Schweinsteiger „zufrieden“: Nürnberg beendet HSV-Siegesserie

Der 1. FC Nürnberg trotzt auch ohne seinen gesperrten Chefcoach Robert Klauß dem Tabellenführer. Beim 1:1 gegen den HSV trumpft im „Club“-Trikot ein gebürtiger Hamburger als Torschütze auf.

Der Hamburger Bakery Jatta und der Nürnberger Enrico Valentini (l-r.) in Aktion. Foto: Daniel Karmann/dpa
von Agentur DPAProfil

Nürnberg (dpa/lby) - Tobias Schweinsteiger fühlte sich nach seinem Debüt als Chef an der Seitenlinie ziemlich gut. Angeleitet vom 38 Jahre alten Co-Trainer beendete der 1. FC Nürnberg am Samstag die kleine Siegesserie des Hamburger SV in der 2. Fußball-Bundesliga. Der Tabellenführer musste sich nach zuletzt vier Erfolgen am Stück mit einem 1:1 (1:1) in Franken begnügen.

„Wir können zufrieden sein“, kommentierte Schweinsteiger, der den nach seiner Roten Karte in Heidenheim für eine Partie gesperrten Cheftrainer Robert Klauß beim Coaching ersetzte. Insbesondere in der Verteidigungsarbeit gegen den Ball habe seine Mannschaft „eine extrem starke Leistung gezeigt“, lobte der ältere Bruder von 2014-Weltmeister Bastian Schweinsteiger. „Man ist oben ein bisschen hilflos“, gestand Klauß, der 90 Minuten auf der Tribüne mitfieberte.

Der HSV konnte sich im leeren Max-Morlock-Stadion mal wieder auf seinen Torschützen vom Dienst verlassen. Simon Terodde glich in der 33. Spielminute mit seinem 16. Saisontreffer die Nürnberger Führung durch den gebürtigen Hamburger Fabian Nürnberger (14.) aus. Terodde sprach nach dem Schlusspfiff von „einem gerechten 1:1“.

Schweinsteiger verfolgte die Partie fast 90 Minuten stehend in der Coaching Zone und rief immer wieder Kommandos aufs Spielfeld. Er war nicht nur wegen der Rolle als Aushilfschef sehr motiviert, sondern auch, weil er in der vergangenen Saison noch Co-Trainer von Dieter Hecking beim HSV gewesen war. Der heutige FCN-Sportvorstand Hecking durfte sich als Zuschauer ebenfalls über eine gute Leistung seiner Nürnberger gegen sein ehemaliges Team freuen.

Gegen die träge beginnenden Gäste setzte sich der „Club“ immer wieder auch mit Ball gut in Szene. Der spielfreudige Nürnberger traf beim ersten Schussversuch die Latte (10.). Einen lehrbuchhaften Spielzug über Enrico Valentini und Robin Hack vollendete der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler gegen seinen Ex-Verein wenig später mit dem 1:0.

Vom Spitzenreiter kam wenig, aber der HSV hat halt Terodde: Eine Hereingabe von Bakery Jatta spitzelte der Torjäger am kurzen Pfosten durch die Beine von FCN-Torwart Christian Mathenia ins Netz. „Da haben wir uns nicht gut verhalten am Flügel“, sagte Schweinsteiger zur Entstehung des Gegentores. Einen ähnlichen Spielzug hätte Terodde nach der Pause fast mit dem 2:1 abgeschlossen (59.).

Die Chance zum Siegtor hatte auf Nürnberger Seite ebenfalls der Mittelstürmer. Aber Manuel Schäffler scheiterte an HSV-Torwart Sven Ulreich (63.). „Das Spiel war ein Schritt in die richtige Richtung“, resümierte Aushilfschef Schweinsteiger.

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