28.03.2020 - 19:44 Uhr
Sport

Virtuelle Eishockey-Gala: Tom Pokel „Trainer des Jahres“

Straubings Trainer Tom Pokel und Ingolstadts Verteidiger Maury Edwards werden auf einer virtuellen Eishockey-Gala geehrt. Der Blick geht in schwierigen Corona-Zeiten auch nach vorne.

Trainer Tom Pokel von den Straubing Tigers. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild
von Agentur DPAProfil

Straubing/Ingolstadt (dpa/lby) - Straubings Trainer Tom Pokel nahm bei dieser außergewöhnlichen Gala der Deutschen Eishockey Liga eine Hauptrolle ein. Der 52 Jahre alte Amerikaner ist zum „Trainer des Jahres“ gewählt worden. Fast drei Wochen nach dem Saisonabbruch wegen der Corona-Pandemie wurde Pokel am Samstagabend bei der virtuell abgehaltenen DEL-Gala ausgezeichnet. „Ich fühle mich geehrt und freue mich sehr über diese Würdigung meiner Arbeit“, sagte der Coach der Straubing Tigers.

Die Ehrung gebühre aber nicht nur ihm, sondern seinem gesamten Stab und nicht zuletzt den Spielern, betonte Pokel: „Denn sie sind es, die da draußen auf dem Eis stehen, Blut und Schweiß vergießen und alles für ihr Team geben.“ Ursprünglich war die jährliche DEL-Veranstaltung für den 14. März in Wolfsburg geplant gewesen. Die Corona-Krise verhinderte das.

Pokel hatte Außenseiter Straubing zur besten Hauptrunde der Vereinsgeschichte geführt. Als Vorrunden-Dritter standen die Niederbayern davor, aussichtsreich um den Titel mitzuspielen, ehe es zum Abbruch der Saison kam. Pokel, der seit 2017 Trainer in Straubing ist, verlängerte seinen Vertrag bei den Tigers kürzlich bis 2021. DEL-Trainer, DEL-Manager und -Kapitäne ebenso wie Experten und Fachjournalisten hatten nun für ihn gestimmt.

Zum „Verteidiger des Jahres“ wurde Maury Edwards vom ERC Ingolstadt gewählt. Der 33-Jährige sieht die Auszeichnung als „Bestätigung für die Arbeit, die ich in den vergangenen Jahren investiert habe“. Edwards sammelte 46 Scorerpunkte in 52 DEL-Saisonspielen.

Auch NHL-Star Leon Draisaitl tauchte bei der virtuellen Gala auf einmal im Bild auf. Aus seiner Wahlheimat im kanadischen Edmonton war der Oilers-Stürmer zugeschaltet, grinste über witzige Kommentare, die zeitgleich mit seinem kurzen Gast-Auftritt online einliefen.

Nationalspieler Draisaitl lobte den Berliner Marcel Noebels, den besten Spieler der DEL-Saison, für sein „super Jahr“. Statt zweimal Applaus zu bekommen, statt wie bei einer üblichen Gala zweimal auf die Bühne gebeten zu werden, wurde Eisbären-Profi Noebels lediglich zweimal mit Videobild zugeschaltet. Der Olympia-Zweite von 2018 wurde als „Spieler des Jahres“ und „Stürmer des Jahres“ verkündet. Fans konnten die Live-Show auf verschiedenen Kanälen verfolgen.

„Ich bin, ich will nicht sagen geschockt, aber klar freue ich mich riesig“, sagte Noebels. Mit starken Leistungen, 23 Toren und 26 Vorlagen hatte der 28-Jährige großen Anteil daran, dass die Eisbären Berlin die Vorrunde als Vierter abschlossen. Er wollte mit den Eisbären in den Titelkampf eingreifen, aber dann verhinderte das Coronavirus die Playoffs. „Ich freue mich schon jetzt auf den Tag, wenn es wieder losgeht“, sagte der Nationalstürmer.

Der Pokal für die Ehrung wird nachgereicht. Ebenso wie bei seinem künftigen Eisbären-Kollegen Mathias Niederberger (Düsseldorf), dem stärksten Torhüter, beim künftigen Kölner Edwards und bei Tim Stützle (Mannheim), der von Fans zum „Rookie des Jahres“ gewählt wurde.

Es lief nicht alles reibungslos bei der erstmals virtuell gestalteten Gala. Die geplante Schalte mit Verbandspräsident Franz Reindl klappte nicht, bei NHL-Goalie Philipp Grubauer gab es zunächst technische Probleme. Und auch bei Straubings Erfolgscoach Pokel dauerte es kurz, bis der „Trainer des Jahres“ im Bild war und mit Blick auf die ungewisse kommende DEL-Spielzeit sagen konnte: „Ich denke, nach dieser tollen Saison gibt es keinen Grund, warum wir das nicht wieder machen wollen beziehungsweise nicht wieder machen können.“

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