15.02.2020 - 02:55 Uhr
Sport

Weitsprung-Weltmeisterin Mihambo triumphiert beim Istaf

Weitsprung-Weltmeisterin Mihambo Malaika begeistert die Leichtathletik-Fans beim Istaf Indoor in Berlin mit einem Riesensprung.

Siegte in Berlin: Malaika Mihambo. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa
von Agentur DPAProfil

Berlin (dpa) - Vier Monate nach ihrem Gold-Coup in Doha hat Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo auch beim Berliner Istaf Indoor triumphiert.

Mit ihrem 7,07-Meter-Satz im letzten Versuch riss die 26-Jährige von der LG Kurpfalz die 12.500 Leichtathletik-Fans in der Mercedes-Benz-Arena zu Beifallsstürmen hin. Sie überflog die magische 7-Meter-Marke in der Halle als weltweit erst 18. Athletin und als dritte deutsche Weitspringerin nach Weltrekordlerin Heike Drechsler (7,37 Meter/1988) und Helga Radtke (7,09 Meter/1985).

Mihambo hatte am Freitagabend in dem zweistündigen Wettkampf lange mit ihrem Rhythmus zu kämpfen, war aber im letzten Versuch voll da. „Ich wusste, dass ich sieben Meter springen kann und bin froh, dass es letztendlich geklappt hat“, sagte die Siegerin, die schon bei der Vorstellung von den Fans in der ausverkauften Arena mit tosendem Beifall begrüßt wurde.

Mihambo lag im zweiten Hallenwettkampf der Olympia-Saison 28 Zentimeter vor der zweitplatzierten Nigerianerin Ese Brume (6,79). Platz drei bei dem Leichtathletik-Hallenmeeting sicherte sich die Weißrussin Nastassja Mirontschik-Iwanowa (6,75 Meter).

Stürmischen Beifall bekam auch die einzige Berliner Siegerin des Abends: Lisa Marie Kwayie triumphierte im 60-Meter-Sprintfinale in 7,25 Sekunden. „Das gibt mir großes Selbstvertrauen, das war mein erster Wettkampf in dieser Saison“, sagte die 23-Jährige von den Neuköllner Sportfreunden. „Mit der Zeit habe ich nicht gerechnet. Aber das zeigt, dass ich auf einem guten Weg bin.“ Hinter der Tschechin Klara Seidlova (7,26 Sekunden) wurde Yasmin Kwadwo (7,32) aus Leverkusen Dritte.

Von drei deutschen Sprintern landeten zwei im 60-Meter-Finale auf dem Podest: Der Augsburger Aleksandar Askovic wurde in 6,68 Sekunden Zweiter vor dem zeitgleichen Michael Pohl vom Sprintteam Wetzlar. Der Siegerapplaus gebührte dem gebürtigen Jamaikaner Emre Zafer Barnes (6,60), der für die Türkei startet.

Im Hürdensprint der Frauen war Vorjahressiegerin Pamela Dutkiewicz vom TV Wattenscheid 01 diesmal chancenlos. Die 28 Jahre alte EM-Zweite wurde in 8,18 Sekunden Fünfte und Letzte. Den Sieg im 60-Meter-Finale sicherte sich Tobi Amusan aus Nigeria in 7,89 Sekunden. Hallen-Europameisterin Nadine Visser aus den Niederlanden landete in 8,01 Sekunden auf Platz drei. Ex-Europameisterin Cindy Roleder (SV Halle) musste ihren Start kurz vor dem Finale wegen einer Verletzung absagen.

Im Diskuswurf-Teamduell setzte sich am Valentinstag das Männer-Quartett (2-Kilo-Diskus) um Olympiasieger Christoph Harting gegen vier Frauen (1-Kilo-Diskus) durch - knapp mit 25:24 Punkten. Die Mannheimerin Shanice Craft schleuderte die Scheibe auf 64,03 Meter - inoffizieller Hallenweltrekord. Sie warf damit 14 Zentimeter weiter als Nadine Müller (Halle/Saale) vor einem Jahr in gleicher Halle.

Indes teilten sich der Franzose Valentin Lavillenie und der Niederländer Rutger Koppelaar den Sieg in der Stabhochsprung-Konkurrenz. Beide übersprangen 5,61 Meter. Dritter wurde der Norweger Pal Haugen Lillefosse vor dem Leverkusener Torben Blech, die ebenfalls 5,61 Meter meisterten, aber mehr Fehlversuche aufwiesen. Olympiasieger Thiago Braz aus Brasilien wurde in einem insgesamt schwachen Wettkampf ohne gültigen Versuch Letzter - noch hinter Ex-Weltrekordler Renaud Lavillenie (Frankreich/5,41).

Teilten sich den Sieg im Stabhochsprung: Valentin Lavillenie (l) und Rutger Koppelaar. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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