18.10.2020 - 15:50 Uhr
Sport

Würzburger Kickers nach 0:2 gegen Kiel Tabellenletzter

Für die Würzburger Kickers dauert die Durststrecke in der 2. Bundesliga an. Beim 0:2 gegen Kiel fehlt den Unterfranken die Durchschlagskraft, dazu leisten sie sich defensive Schwächen. Trainer Marco Antwerpen formuliert eine klare Forderung an seine Offensive.

Der Würzburger Lotric Mitja (l) kämpft mit Hauke Wahl von Holstein Kiel um den Ball. Foto: Daniel Karmann/dpa
von Agentur DPAProfil

Würzburg (dpa/lby) - Nach einer Niederlage gegen Holstein Kiel müssen die Würzburger Kickers weiter auf den ersten Saisonsieg in der 2. Fußball-Bundesliga warten. Im zweiten Liga-Spiel von Trainer Marco Antwerpen verlor der Aufsteiger aus Unterfranken am Sonntag im Heimspiel gegen das Spitzenteam mit 0:2 (0:1). Durch einen Treffer von Janni Serra (22. Minute) und ein Eigentor von Lars Dietz (75. Minute) können die Kieler hingegen ihre Erfolgsserie fortsetzen.

Vor 1300 Zuschauern erzielte Serra den Führungstreffer für die Gäste aus kurzer Distanz nach Vorlage von Lee Jae-Sung. In der zweiten Hälfte rutschte dann Dietz nach einer Ecke vor Serra in den Ball und schob ihn an Torwart Fabian Giefer vorbei ins Tor. Die Kieler rückten in der Tabelle wieder an die Spitze vor, sie haben aber ein Spiel mehr absolviert als der Hamburger SV. Die Franken belegen nach dem 0:2 mit nur einem Punkt den letzten Tabellenrang. „Wir haben das Spiel verloren, kein Tor geschossen - wir können nicht zufrieden sein“, sagte Trainer Marco Antwerpen, der sich wenigstens über die Verpflichtung von Chris David freuen durfte.

Die Partie mit wenigen Highlights, aber vielen Fouls, machte ihm dagegen nicht immer Spaß. Die Würzburger waren zwar bemüht, sie kamen aber trotz einer späten Drangphase nicht richtig zum Abschluss. „Kiel war reifer und abgezockter“, sagte Antwerpen. „Wenn unsere Druckphasen größer wurden, ist mit einer Ruhe verteidigt worden. Wir haben es bis zum 16er gut gemacht. Bis dahin war es ordentlich, ausbaufähig, aber nicht so zwingend, wie es sein muss.“

In der ersten Hälfte blieb Neuzugang Mitja Lotric bei zwei Chancen (26. und 36 Minute) erfolglos. Einen Flachschuss aufs Kieler Tor von Robert Herrmann (45. Minute) parierte Ersatzkeeper Ioannis Gelios. In der zweiten Hälfte blieben Chancen von Jörn Feick und Keanu Staude ohne Erfolg. „Du musst auch mal am gegnerischen 16er explodieren“, forderte Trainer Antwerpen.

Die Kieler waren zwar effizient, spielten aber ebenfalls nur wenige verwertbare Chancen heraus. „Die Leistung von heute wird nicht allzu oft dafür reichen, Punkte mitzunehmen“, sagte Trainer Ole Werner.

Für mehr Durchschlagskraft in der Würzburger Offensive soll der Niederländer Chris David sorgen, wie die Mannschaft kurz nach der Niederlage am Sonntag bekanntgab. Der 27 Jahre alte Offensivspieler, der früher für die Junioren-Nationalmannschaften spielte, stand zuletzt bei Cape Town City FC in Südafrika unter Vertrag und ist nun ablösefrei verpflichtet worden. Er wirkte auch schon beim Testspielerfolg der Würzburger gegen Eintracht Frankfurt mit (3:0).

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