11.02.2018 - 18:06 Uhr
Stadlern

"Keiner pennt, wenns brennt"

Schlafmützen beim Empfang der Ballbesucher, Schlafmützen hinter dem Tresen und der Theke, Schlafmützen sind überall. Die in weiß gekleideten Maschkerer mit ihrer genauso weißen Zipfelmütze gehören jedoch zum Organisatorenteam. Bei ihren Einsätzen zeigen sie sich weder als Schnarchzapfen noch als Spaßbremsen.

Die Tanzfläche war immer gut gefüllt.
von Ludwig HöcherlProfil

"Keiner pennt, wenns brennt" hatten sich die Stadlerner als Motto für ihren Feuerwehrball gegeben. Und an diesem Abend kam auch niemand zur Ruhe. Feuerwehr-Vorsitzender Michael Riedl freute sich bei seiner Begrüßung über ein volles Haus.

Vereinsabordnungen, darunter sogar aus den Nachbarlandkreisen Cham und Neustadt/Waldnaab, waren in großer Anzahl gekommen, die er genauso willkommen hieß wie Bürgermeister Gerald Reiter, seinen Amtsvorgänger Günther Holler und Schönsees Bürgermeisterin Birgit Höcherl. Riedl dankte MMM-Alleingesellschafter Michael Koller für die Überlassung der Räumlichkeiten und den vielen fleißigen Helfern, die die MMM-Kantine zu einem Ballsaal dekorierten.

"Immergrün" und Pop

Knackig, fetzig und temperamentvoll präsentierten sich die Musikanten der "Stoapfälzer Spitzbuam". Rock und Pop aus den 90er Jahren oder "immergrüne" Schlager und Oldies. Als Garanten für Stimmung - zum Tanzen und Schunkeln - hatten die "Spitzbuam" ihr buntes Programm gemixt. Einige der Floriansjünger hatte die ganze Gaudi anscheinend doch zu viel strapaziert - aber nur für ihr Schlafmützen-Programm. Im Tiefschlaf zeigten sie sich dem Publikum, das selbst mit Rufen und Trampeln die Männer nicht wach brachte.

Michael Riedl holte sich da einfach Unterstützung aus dem Publikum. Mit den bekannten Schlägen auf dem Hinterkopf zeigten die sechs dann doch kurzfristig ihr Erinnerungsvermögen, brachten aber mit ihrem Zustand entsprechender Mimik nur einzelne Worte hervor. In richtiger Reihenfolge zusammengesetzt waren es Liedtitel, von denen die Schnarcher träumten und deren Auflösung die Gäste mit viel Gejohle quittierten. Auf einem Federbett konnten sich die Barbesucher unter dem Sternenhimmel wähnen, denn dort hatte die Feuerwehrler alles mit Daunen übersät. Passend zu dieser Atmosphäre war da auch genügend Platz für die oft gesuchte Zweisamkeit. Stets im Einsatz wie das Servicepersonal, zeigten sich ebenso die für das leibliche Wohl zuständigen Teams am Ausschank, in der Küche und hinter dem Tresen. Sie waren, genauso wie die Musikanten, bis weit nach Mitternacht aktiv, denn nur schwer trennten sich die Ballbesucher von einem unterhaltsamen Abend.

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