29.06.2015 - 00:00 Uhr
StadlernOberpfalz

Beifall für starke Rösser

Zugkraft bewiesen nicht nur die Organisatoren vom Verein "Dorfjugend Stadlern", sondern auch die zum Zugleistungswettbewerb angetretenen 18 Pferde, die aus einem weiten Umkreis kamen. Die Spannung im fünften Durchgang war kaum zu toppen.

Bürgermeister Gerald Reiter (Zweiter von links) moderierte den Wettbewerb und verteilte anschließend die Preise. Sieger wurde "Luck" von Christian Vogl (Mitte). Auf dem zweiten Platz landete "Rico" von Johannes Wurm (links), gefolgt von "Fritz", der ebenfalls von Christian Vogl geführt wurde. Bild: Portner
von Autor GLProfil

Der Wettbewerb, der besonders von Johannes Wurm organisiert wurde, folgte einer Oldtimerschau (wir berichteten). Beide Veranstaltungen fanden im Seitenbereich des Kalvarienberges statt. Der Hengst "Luck" von Christian Vogl aus Chamerau, mit 921 Kilogramm das schwerste und mit seinen 14 Lebensjahren das älteste Kaltblut am Start, stand letztlich als Gewinner fest.

Beim Wettbewerb war auf einem 35 Meter langen Parcours ein Schlitten über die Grasnarbe zu ziehen, der mit steigendem Gewicht beladen wurde. Das Gesamtgespann (Pferd mit Schlitten) wog im dritten Durchgang ab 1300 Kilogramm, anschließend ab 2070 und schließlich bis zu 3070 Kilogramm. Der "Luck" transportierte den Lastschlitten im fünften Durchgang 27,10 Meter weit. Auf dem zweiten Platz landete der siebenjährige und 890 Kilogramm schwere "Rico" von Johannes Wurm aus Stadlern mit immerhin 21,60 Metern und der ebenfalls siebenjährige "Fritz" von Christian Vogl mit 20,50 Metern. Schließlich absolvierte noch der achtjährige und 919 Kilogramm schwere "Arragon" von Martin Binder mit vollem Gewicht eine Strecke von 20 Metern. Weitere elf Pferde zogen den Schlitten im vorletzten Durchgang zwischen 0,34 und 30,90 Meter weit. Während Bürgermeister Gerald Reiter die jeweiligen Vierbeiner und ihre Halter mit sinnigen Kommentaren vorstellte, scheute eine große Zahl von Zuschauern den aufkommenden Nieselregen nicht und verfolgte den Wettbewerb mit Interesse. Auch mit Beifall wurde bis hin zur Siegerehrung nicht gespart.

Die Gäste wurden vom Verein Dorfjugend mit Getränken und Speisen bewirtet. Besonders für die Pferdefreunde war es zugleich eine Gelegenheit zur Fachdiskussionen, während sich alle Zuschauer vom Leistungsvermögen von Zugpferden vieler Rassen überzeugen konnten.

Diese waren früher in der Landwirtschaft sehr wichtig, wurden aber nach und nach weitgehend von den Ackerschleppern abgelöst, die in der begleitenden Oldtimerschau zu sehen waren. Dennoch sind heute noch manche Gespanne der Stolz vieler Landwirte und Pferdefreunde.

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