27.03.2018 - 15:36 Uhr
Stadlern

Investitionen für eine Kläranlage

Die wasserrechtliche Genehmigung der Teichkläranlage Stadlern gilt bis Ende 2018. Auflagen für den Betrieb machen eine Ertüchtigung notwendig. In der Sitzung erhalten Bürgermeister und Gemeinderat einen Vorschlag, wie das Abwassersystem auf einen Nenner gebracht werden kann.

Prokurist Winfried Legl, Ing.Büro Weiss, erläuterte dem Gemeinderat das geplante System für die Kläranlage in Stadlern.
von Ludwig HöcherlProfil

Bürgermeister Gerald Reiter begrüßte zur Information über dieses zukunftsweisende Projekt Diplomingenieur Fabian Biersack und Prokurist Winfried Legl vom Ingenieurbüro Weiß. Reiter betonte dabei die Jahrzehnte lange Zusammenarbeit mit diesem Beratungs- und Planungsbüro. Die Fachleute unterbreiteten dem Gremium nach dem Sachstandsbericht zu allen Kläranlagen der Kommunge Vorschläge, wie das Thema Abwasser künftig geregelt werden könne.

Investition in Technik

Ausgangslage waren dabei erforderliche Maßnahmen für die Ertüchtigung der Kläranlage Stadlern, alternativ aber der mögliche Anschluss der Ortsteile Charlottenthal, Schwarzach und Waldhäuser an die Anlage in Stadlern. Darüber diskutierten Bürgermeister Gerald Reiter, die Gemeinderäte und VG-Leiter Matthias Jeitner bereits in der Sitzung Ende Januar.

Die beiden Fachleute verwiesen eingangs aufgrund der ermittelten Anforderungsstufe über die notwendigen technischen Investitionen und die erforderliche Ausbaugröße in Stadlern. Dazu zähle der Einbau eines automatischen Rechens im Ablauf des Regenüberlaufs mit Einhausung sowie ein Schalt- und Steuerraum im Gebäude. Weitere Investitionen mache eine vollbiologische Reinigungsstufe und eine Nachklarstufe als Kompaktanlage notwendig. Die aktuell geschätzten Kosten der Maßnahme belaufe sich auf 700 000 Euro bei einem Eigenanteil der Gemeinde von 512 500 Euro.

Welche Anforderungen kommen auf die Gemeinde nach Ablauf der wasserrechtlichen Genehmigungen für die Anlagen in den Ortsteilen zu? Die bereits im Januar diskutierten Fragen und Folgen zu dieser Thematik untermauerte Bürgermeister Gerald Reiter wieder mit der wasserrechtlichen Situation in Stadlern und der innerhalb der nächsten Jahren auslaufenden Genehmigungen in den drei Gemeindeteilen. Auftragsgemäß unterbreiteten die Mitarbeiter des Ingenieurbüros ihre Lösungsvorschläge.

Verbundleitung sinnvoll

Als sinnvoll und auf Basis der Kostenschätzung sahen die Ratsmitglieder die Variante, die das Pumpen des Abwassers von Charlottenthal über Schwarzach und Waldhäuser nach Stadlern vorsieht. Bei den dafür veranschlagten Kosten von 1 168 000 Euro belaufe sich der Förderbetrag auf 826 500 Euro. Zudem ergebe sich ein Kostenvorteil bei der Betreuung für nur eine Anlage von 14 000 Euro pro Jahr gegenüber einer dezentralen Lösung.

Ergänzend zu dieser Maßnahme könne der Bau einer erforderlichen zweiten Leitung zur Wasserversorgung in Waldhäuser zeitgleich realisiert werden. Würde diese Leitung alleine gebaut werden, seien dafür Kosten von 294 000 Euro anzusetzen. Ein Einbau im Zuge der angedachten Kläranlagenmaßnahme, erfordere nur die Hälfte dieser Summe. Im Ergebnis bedeute das Projekt Kläranlagen-Verbundleitung/Wasserversorgung Waldhäuser für die Gemeinde eine Investitionssumme von rund 488 000 Euro.

VG-Leiter Matthias Jeitner wies, wie bereits im Januar, auf die hohe Förderung von Verbundleitungen hin. Wie Sanierungsmaßnahmen in einigen Jahren gefördert würden, sei offen, so Jeitner. Der Bürgermeister empfahl in nächster Zeit eine Besichtigung der technischen Einrichtung in der Anlage der Nachbargemeinde Weiding. Als weiteren Punkt stellte das Ingenieurbüro Weiß die Ergebnisse aus der Prioritätenliste zur Kanalsanierung in Stadlern vor (weiterer Bericht unten).

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