24.07.2017 - 16:14 Uhr
StadlernOberpfalz

Wallfahrt nach Horšovský Týn Ein Mittel gegen Lebensangst

Gebet und Glaube bieten die Basis, um Furcht und Angst zu verlieren. Der Prediger der mittlerweile 28. Wallfahrt - von der bayerischen Kapelle zur böhmischen Kirche - lud dazu ein, Ängste loszulassen. Die Pilger hatten jedoch auch andere Erlebnisse.

Pfarrer Wolfgang Dietz feierte in der St.-Anna-Kirche in Horsovský Týn den Pilgergottesdienst in Konzelebration mit Monsignore Josef Prchal (links).
von Ludwig HöcherlProfil

Stadlern/Horsovský Týn. Von der Anna-Kapelle zur St.-Anna-Kirche, von Schwarzach nach Horsovský Týn, machten sich wieder die Wallfahrer auf den Weg. Über Rybník (Waier), Pobežovice (Ronsperg) und Meclov (Metzling) zogen die Pilger zu dem am Ortsrand von Horsovský Týn (Bischofteinitz) im Jahr 1507 erbauten Gotteshaus. Dieses zählt im Nachbarland zu den geschützten Kulturdenkmälern.

Bei der auf einem Hügel liegenden Kirche erwarteten bereits viele Gläubige aus Bayern und Böhmen die Fußgruppe zum gemeinsamen festlichen Gottesdienst. Pfarrer Wolfgang Dietz feierte in Konzelebration mit dem Ortsgeistlichen, Monsignore Josef Prchal, die heilige Messe. In seiner Begrüßung rief er das Andenken an die Eltern der Gottesmutter, Anna und Joachim, den Großeltern Jesu, wach. Bei diesem Gottesdienst sollten sich alle auch an ihre Vorfahren erinnern. Geschichten und Märchen, so der Schönseer Pfarrer in seiner Predigt, vermitteln auf einprägsame Weise Sachverhalte und bringen diese auf dem Punkt. Der Geistliche erinnerte an jene Geschichte über einen, der in die Welt hinauszog um das Fürchten zu lernen.

Nicht ausreden

Heutzutage seien jedoch viele Menschen in Angst: Lebensangst, Angst vor Trennung und Verlust, Existenz oder Schmerzen. Sie würden das Leben der Menschen beeinflussen. Die Aussage "Fürchte dich nicht, glaube nur" lasse sich aber genauso wenig befehlen und verordnen. Menschen könne man Angst nicht einfach ausreden. Der Glaube gebe aber die Verbindung zum Loslassen von Ängsten. Dazu lade auch ein solcher Ort wie die St.-Anna-Kirche ein. Mit der Teilnahme an einer Wallfahrt bringe der Mensch oft bereits zum Ausdruck, dass er möchte, dass es anders oder besser wird.

In zwei Sprachen

Das Gotteshaus sei seit vielen Jahren Ziel von vielen und ganz verschiedenen Menschen in dem jeder für sein Christsein ziemlich alles bekommt was er will und was er brauche. "Fürchte dich nicht, glaube nur" könne der Sprung in eine gute Zukunft mit einem Leben ohne Angst und das Fürchten zu "verlernen" sein. Pfarrer Dietz wünsche sich, dass Menschen Ängste loslassen und glauben können. Beim Gottesdienst wurden die Lesung, das Evangelium und die Fürbitten in deutscher und tschechischer Sprache vorgetragen. Musikalisch begleitete eine Bläsergruppe aus Weiding die heilige Messe. Am Schluss dankte Organisator Willibald Nesner allen, die diese 28. Wallfahrt wieder ermöglichten. So dem Oberpfälzer Waldverein Stadlern und dem "St.-Anna-Verein Waier-Schwarzach", der für die Pilger vor dem Abmarsch einen Imbiss vorbereitete. Mietwagen-Lampl stellte ein Begleitfahrzeug zur Verfügung, welches der Stadlerner Altbürgermeister Günther Holler steuerte.

Günther Borutta sorgte mit für die Sicherheit der Pilger auf ihrem Weg, und die Rotkreuzgemeinschaft Schönsee (Hans Eichstetter, Josef Kreuzer und Johannis Seiler) begleitete mit einem Einsatzfahrzeug.

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