24.03.2017 - 20:00 Uhr
Steinberg am SeeOberpfalz

Heimatkundlicher Arbeitskreis bestätigt Vorsitzenden Jakob Scharf Geschichte fest im Blick

Wir waren in den letzten beiden Jahren einer der aktivsten Ortsvereine", bilanzierte bei der Jahreshauptversammlung des Heimatkundlichen Arbeitskreises Vorsitzender Jakob Scharf. Er wurde einstimmig wiedergewählt und führt den Verein seit 30 Jahren.

Einige neue Mitarbeiter mit dem seit 30 Jahren an der Spitze stehenden Vorsitzenden Jakob Scharf (Dritter von rechts) wurden in den Vorstand des HAK Steinberg/Wackersdorf gewählt. Bild: sja
von Autor SJAProfil

Steinberg am See/Wackersdorf. In seinem Rechenschaftsbericht nannte Scharf die Gründung einer Kindergruppe einen wichtigen Schritt. Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit stand die Weiterentwicklung des Heimat- und Braunkohlemuseums, in dem dieses Jahr der 15 000. Besucher erwartet wird. Die Arbeit für die Gemeinde werde ausschließlich von ehrenamtlichen Kräften geleistet, denen der Vorsitzende besonders dankte. Zahlreiche Sonderführungen interessierter Gruppen wurden organisiert. Der jeden Mittwoch stattfindende Arbeitsstammtisch habe viele hundert Stunden geleistet, in denen das Pressearchiv ebenso gepflegt wird wie die oft mühsame Katalogisierung von alten Fotos und die Registrierung neuer Exponate.

Darüber hinaus habe man ein Sterbebilder-Archiv aufgebaut, das bis an den Beginn des 20. Jahrhunderts zurückreicht. Dankenswerter Weise bekam man vom Burglengenfelder Volkskundemuseum Vitrinen. Kirchenmaler Josef Gruber legte einen Originaltürstock aus der Erbauerzeit um 1750 frei. Dies soll bei allen Türstöcken im historischen Museumsgebäude fortgesetzt werden.

Bei der Gemeinde stellte man einen Antrag auf Erneuerung der Außenfassade. Das "Kapitel Gmoabladl" habe man aus finanziellen Gründen beenden müssen. Man wolle künftig "als Ersatz" einen Jahresband herausbringen. Zudem arbeite er, so Scharf, an einer Publikation "Steinberger Schulgeschichte(n)". Als nächstes Projekt ist von ihm ein Blick in die Steinberger Hofmarksgeschichte mit dem Titel "Die Reisacher - Heilige oder Verbrecher?" geplant. Höhepunkt des Jahres sei die Errichtung einer Bergmannsbüste des Künstlers Robert Weber gewesen. Diese ist allen verstorbenen BBI-Angehörigen gewidmet. Anlässlich des 110-jährigen Bestehens der BBI habe man zusammen mit dem Knappenverein eine "tolle Feier" gestaltet. Scharf dankte Privatpersonen, Kommunen und Firmen für "die großzügige Unterstützung". Im Frühjahr soll noch die Außenanlage um die Büste zusammen mit dem Gartenbauverein sowie dem Kreisgartenamt gestaltet werden. Abschließend rief Scharf noch zur Mitgliederwerbung in Steinberg und Wackersdorf auf. Derzeit habe man bei vier Austritten, zwei Todesfällen sowie sieben Neuaufnahmen 149 Mitglieder.

Zum Jahresplan 2017 kündigte der wiedergewählte Vorsitzende einige Termine an, darunter einen Ehrungsabend, die Museumsweihnacht, den ersten Auftritt der Kasperltheatergruppe sowie die Sonderaussstellung "Marterl und Feldkreuze", gestaltet von der Kindergruppe. Für 2018 plane man das 1. Steinberger Brunnenfest. Eventuell werde man die diesjährige neue Saison in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferenten des Landkreises Franz Pfeffer mit der bereits im Partnerlandkreis Görlitz gezeigten Sonderausstellung "Arbeit Kohle" eröffnen, für die sich Künstler mit dem Thema Bergbau auseinandergesetzt haben .

Neuwahlen

Die Neuwahlen des Heimatkundlichen Arbeitskreises Steinberg am See/Wackersdorf brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender Jakob Scharf; Stellvertreter Alfred Jäger und Hans-Peter Weiß. Kassier Thomas Bäuml. Schriftführer Sinan Wiendl. Leiter der Kindergruppe Christian Scharf. Museumsleiter sind Renate Rose (Steinberg) und Walter Buttler (Wackersdorf). Beisitzer sind Traudl Rester, Betty Summer, Paul Weiß, Georg Vetter, Josef Rester, Hilde Ernst, Gabi Rester, Anne Scharf, Marile Sonnleitner und Barbara Rothut. Die Kassenprüfer sind Reinhold Dauerer und Franz Hauser. (sja)

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