Einstimmiger Beschluss im Gemeinderat
Wasser ab November teurer

Dem Neubau der Kindertagesstätte mit Kindergarten und Krippe in Steinberg am See werden zwei Bäume zum Opfer fallen. Bild: Hirsch
Politik
Steinberg am See
14.09.2017
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Die Gemeinde wird die Parkplätze am Holzkugelturm selbst bauen und betreiben. Die Gemeinderäte beschlossen bei ihrer Sitzung am Dienstag, ein Gelände für 160 Autos aufzuschottern und eines für drei Busse zu asphaltieren. Die Kosten betragen gut 200 000 Euro.

Gemeinderat Franz Kiendl wies auf den "maroden Zustand" der Straße "In der Oder" hin, die in Zukunft als Zufahrt zur Holzkugel dienen soll. Horst Binner regte an, auch Stellplätze für Radfahrer einzuplanen. Von Erika Oberndorfer kam der Vorschlag, eine Tankstelle für Elektrofahrzeuge einzurichten. Bürgermeister Harald Bemmerl hielt den Anregungen das beschränkte Budget entgegen und betonte: "Wir haben nur 180 000 Euro für den gesamten Parkplatz in den Haushalt eingestellt".

Das Gremium reagierte auf die jüngste Globalberechnung und beschloss ab 1. November eine Erhöhung der Wasser- und Abwassergebühren sowie der Herstellungsbeiträge für Neubauten. Der Wasserpreis steigt von 1,81 auf 1,91 Euro je Kubikmeter (Netto), für das Abwasser werden 2,11 statt bisher 1,89 Euro je Kubikmeter fällig. Für eingeleitetes Niederschlagswasser werden 0,32 Euro (bisher 0,29 Euro) fällig. Der Vertreter des Büros "Kommunalberatung und Vermessung", Stefan Bieramperl, erläuterte den Gemeinderäten die Kalkulationsgrundlagen für die Erhebung der Wasser- und Abwassergebühren sowie der Herstellungsbeiträge bei Neuanschlüssen.

Die Berechnung sei unter Berücksichtigung bereits angefallener und geplanter Investitionskosten erfolgt. Als Beispiele nannte Stefan Bieramperl die Sanierung der Ortsleitungen, Brunnen und Hochbehälter. Der Beschluss zur Erhöhung der Gebühren und Beiträge erfolgte einstimmig. Dem Neubau der Kindertagesstätte werden zwei Bäume zum Opfer fallen, so die Auskunft des Bürgermeisters. Eine Kastanie und eine Linde. Für den Verlust werde die Gemeinde Ersatzpflanzungen vornehmen. Der Gemeinderat hat bekanntlich den Bau eines neuen Kindergartens mit Kinderkrippe beschlossen. Träger bleibt die Kirchenstiftung St. Martin. Im Juli unterzeichnete der Bürgermeister einen Erbbaupachtvertrag mit der Kirchenstiftung und sicherte der Pfarrei weiterhin die Betriebsträgerschaft zu. Der Förderantrag bei der Regierung sei gestellt.

Wenn die Fördermittel zugesagt sind, sollen die Aufträge für den Bau eines zweigruppigen Kindergartens und einer eingruppigen Kinderkrippe vergeben werden. 2018 soll Einweihung sein. Dann werden die Kinder vom Alt- in den Neubau umziehen, der daneben entsteht. Das alte Gebäude wird dann abgerissen.
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