11.05.2017 - 17:24 Uhr
Steinberg am SeeOberpfalz

Gemeinderat billigt Bauanträge für Erlebnispark Kugelrund fürs Seenland

Leuchtturmprojekt für das Seenland, das soll der Erlebnispark am Steinberger See werden. Dabei sieht die Hauptattraktion so gar nicht aus wie die gestreiften Landmarken an der See. Am Ufer nahe Oder entsteht eine Kugel aus Lärchenholz, die von einer Plattform auf über 30 Meter Höhe nicht nur eine prächtige Aussicht bieten soll.

So soll der Kugelturm am Steinberger See aussehen. Neben der 38 Meter hohen Holzkugel mit diversen Erlebnismöglichkeiten und einer Aussichtsplattform wird eine Selbstbedienungs-Gastronomie mit 150 Innen- und 180 Außenplätzen gebaut.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Die Geschäftsführer der "inMotion Park GmbH", Kim Kappenberger und Tom Zeller, stellten ihr Projekt dem Gemeinderat am Mittwoch noch einmal vor. Die 38 Meter hohe Holzkugel wird gegenüber dem ursprünglichen Entwurf geringfügig geändert, die tragenden Säulen der Konstruktion werden ebenfalls aus Holz sein, Stahl wird weitgehend zurückgedrängt. Das kommt dem Ziel, einen naturnahen Freizeitpark am Ufer des Steinberger Sees nahe Oder zu bieten, noch näher als bisher.

720 Meter lange Rampe

Der Kugelturm wird etwa 38 Meter hoch, und über eine etwa 720 Meter lange, barrierefreie Rampe begehbar. Nach unten gibt's als Alternative eine Rutsche. Auf unterschiedlichen Rampen werden Erlebnisstationen eingebaut, ganz oben entsteht eine Plattform, die einen im Wortsinn herausragenden Rundblick über das Seenland bieten wird. Rund 30 Erlebnisstationen werden den Weg nach oben säumen. Der Turm wird nur temporär von unten beleuchtet, etwa bei Festen oder Märkten. Für die Kugel ist ein etwa 32 Meter großes Fundament notwendig, erläuterte Zeller.

Geändert hat sich dagegen die Planung für die Gastronomie, wie Zeller sagte. Gebaut wird nun ein Selbstbedienungsrestaurant. "Es wird vorbereitete, kalte Speisen geben", so Zeller. Außerdem eine Bar, an der Getränke für den 150 Gäste fassenden Innen- und den 180 Plätze bietenden Außenbereich verkauft werden. In dem etwa zur Hälfte mit Holz verkleideten Gebäude mit Pultdach werden auch die Sozialräume für die Mitarbeiter sowie die Sanitäranlagen für die Gäste untergebracht. Die geplante Fläche für Märkte bleibt bestehen.

Neues Konzept

"Das ist schon was Neues," sagte Bernd Hasselfeldt (CSU) zur Planung der Gastronomie, betonte aber, dass er nichts gegen das Vorhaben einzuwenden habe. Zeller erklärte den Sinneswandel bei den Investoren mit der Notwendigkeit, den Gästen bei kühlerem Wetter eine Möglichkeit zu bieten, sich aufzuwärmen. Mit Zelten oder Hütten sei das nicht zu lösen, "das ist auch nicht was wir anstreben", so Zeller. Und: "Pommes wird es bei uns nicht geben." Die Gastronomie soll in erster Linie zu den Öffnungszeiten der Kugel - also bei Tageslicht - betrieben werden, möglicherweise noch zu speziellen Events.

Bürgermeister Harald Bemmerl (SPD) ist der Überzeugung, dass die Gastronomie eine Ergänzung zum bestehenden Angebot sei. Bei den erwarteten Gästezahlen an der Kugel werde sich die Nachfrage sicher verteilen, also werden die weiteren Wirte am See davon profitieren. "Ich glaube, die müssen eher aufsatteln", sagte Bemmerl. Die Abstimmung war schnell erledigt: Der Gemeinderat erteilte den Bauanträgen für die Kugel und die Gastronomie einstimmig das Einvernehmen, die Genehmigung ist Sache des Landratsamts. Spatenstich für das Fünf-Millionen-Projekt soll am 21. Juli sein, kündigten Zeller und Kappenberger an.

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