Jahresabschluss im Gemeinderat
Große Investitionen stehen an

Die Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft, Harald Bemmerl und Thomas Falter (von links), ergänzen sich sogar beim Kickern. Auch die Fraktionssprecher Konrad Zitzler und Bernd Hasselfeldt (von rechts) demonstrierten am Dienstagabend Einigkeit. Bild: Hirsch
Politik
Steinberg am See
15.12.2016
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Harald Bemmerl blickt auf ein "rekordverdächtiges Jahr" zurück. "Noch nie zuvor hat der Gemeinderat so viele zukunftsweisende Beschlüsse gefasst wie 2016", stellte der Bürgermeister bei der Jahresabschluss-Sitzung fest.

Die Gemeinderäte mussten am Dienstag in den Mannschaftsraum der Feuerwehr ausweichen, weil der Sitzungssaal im Rathaus saniert wird. Im dortigen Treppenhaus ist mittlerweile ein Lifter installiert, der bis hinauf in den Sitzungssaal führt. Die Geldautomaten im Eingangsbereich sollen in Zukunft auch die Kunden der Raiffeisenbank kostenlos nutzen können, denn die Genossenschaftsbank schließt ihre Filiale zum Ende des Jahres.

40 Meter hohe Kugel

Die Gemeinde wird im nächsten Jahr zwei Millionen Euro in die Sanierung des Kindergartens und den Bau einer Krippe investieren. 300 000 Euro verschlingen die Maßnahmen zur Wasserversorgung, 100 000 Euro kostet die Ausweisung der Wasserschutzgebiete. Das Baugebiet "Retzer Schübl" ist nach den Worten des Bürgermeisters "in trockenen Tüchern". In die Erschließung des Baugebiets "Hirmerleiten III" steckt die Gemeinde in den nächsten zwei Jahren vier Millionen Euro.

"Steinberg am See entwickelt sich weiter zu einer attraktiven Wohn- und Tourismusgemeinde", zeigte sich Harald Bemmerl überzeugt. Er ist stolz auf die Goldmedaille beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" und die Auszeichnung "Familienfreundliche Gemeinde" auf Landkreisebene.

Was tut sich am See? Dort entsteht eine 40 Meter hohe Holzkugel als Aussichtsturm, wurden das Grundstück des Tretbootcenters neu vergeben und der Vertrag mit den "Campingplatz-Optionisten" um ein Jahr verlängert. Das Bayerische Fernsehen dreht derzeit einen 45-Minuten Beitrag zur Serie "Leben in ...".

"Auf gutem Weg"

Das Geld der Jahresabschluss-Sitzung spenden die Mitglieder des Gemeinderates für einen guten Zweck. Diesmal geht das Geld an die Feuerwehrjugend. Guter Brauch ist auch die Teilnahme des Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft Wackersdorf. Bürgermeister Thomas Falter sieht im Tourismus die Schnittmenge der beiden Gemeinden. Hier sollte man versuchen, die Potenziale auszuschöpfen. Die steigenden Geburtenzahlen in Wackersdorf und Steinberg am See wertet Thomas Falter als Beweis dafür, "dass wir auf einem guten Weg sind".

"90 Prozent Übereinstimmung mit den Ausführungen des Bürgermeisters" stellte SPD-Fraktionsvorsitzender Konrad Zitzler fest und verzichtete deshalb auf seinen Jahresrückblick. Dies tat auch CSU-Fraktionssprecher Bernd Hasselfeldt, der betonte: "Die letzte Sitzung des Jahres ist nicht der Zeitpunkt, um Kritik anzubringen". Der Abend klang dann auch friedlich aus mit einem Essen im Gasthaus Fenzl, zu dem auch die Mitarbeiter der Verwaltungsgemeinschaft geladen waren.
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