Ernährung Thema bei der JFG Oberpfälzer Seenland
Tipps statt Passspiel

Die C-Junioren der JFG Oberpfälzer Seenland ließen sich vom Schwandorfer Konrad Kauzner (Dritter von rechts) umfassend über die optimale Nahrungsversorgung für Sportler informieren. Bild: sja
Vermischtes
Steinberg am See
30.08.2017
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Nicht Ballbeherrschung und Pass-Spiel standen bei der JFG Oberpfälzer Seenland auf dem Programm, sondern die Ernährung: Konrad Kauzner stellte den C-Junioren seine Empfehlungen vor.

Steinberg am See/Wackersdorf/Fischbach. Eine ungewöhnliche Trainingseinheit absolvierten die C-Junioren der Jugendfußball-Fördergemeinschaft (JFG) Oberpfälzer Seenland: Der Schwandorfer Konrad Kauzner referierte vor Spielern, Trainern und Betreuern des Kreisligisten über die "optimale Nahrungsversorgung für Training und Spiel". Dabei stellte er auch das "Saftgras" aus seiner eigenen Produktion vor, das die jungen Kicker künftig mit Apfelsaft vermischt vor jedem Spiel zur Verfügung gestellt bekommen.

JFG-Vorsitzender Jakob Scharf dankte Betreuer Thorsten Mückl für die Vermittlung und Konrad Kauzner, der seine elterlichen Wurzeln in Steinberg hat, für dieses "etwas ungewöhnliche, aber höchst gesunde Sponsoring", denn gerade bei Essen und Trinken werde von manchen Sportlern noch viel "gesündigt". Er sei gespannt, wie sich dies künftig auf die Leistung der JFG-Sportler auswirke. Der gelernte Gärtner Konrad Kauzner führte zunächst aus, dass die Vorbereitung auch im Amateurfußball an Wichtigkeit gewonnen habe. Bei Trainingseinheiten von etwa einer Stunde reiche es, Wasser zu trinken. Bei längeren Einheiten sollten die Getränke jedoch etwas Natrium, Kohlenhydrate und Eiweiß enthalten. Verdünnte Apfelsaftschorlen mit Dinkelgrassaft versorgen nach seinen Angaben im Training optimal den jungen Körper mit den notwendigen Stoffen, schütze vor Muskelkrämpfen und sorge für einen schnelleren Flüssigkeits-Transport.

Der Referent ging auch auf die Essgewohnheiten vor dem Spiel ein. Hier sollten schon am Vortag die Kohlehydratspeicher in Muskulatur und Leber aufgefüllt sein. Bevorzugt sollten Sportler nach Kauzners Angaben auf Nudeln und Kartoffeln setzen, der entwässernde Reis sei weniger ideal. Das nötige Eiweiß liefern Fisch, mageres Fleisch, Linsen, Bohnen oder Erbsen. Bei den Getränken riet er zu Saftschorlen und warnte die jungen Kicker: "Lasst die Finger von Spezi, Cola und Limonade!"

Am Spieltag selbst solle der Sportler nur eine leichte Mahlzeit etwa drei Stunden vor dem Wettkampf zu sich nehmen. Auch für die Nervosität vor dem Spiel hatte er noch einen Rat parat:" Streut etwas Ingwer oder Chili auf die Mahlzeit!". Während des Spiels sei die Versorgung mit stillem Wasser, verdünnter Apfelsaftschorle oder eventuell mit Roter Beete optimal. Abschließend erklärte Kauzner noch Herstellung und Verarbeitung der Grassaftprodukte auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei in Fronberg. Saftgras sei "glutenfrei, vegan, rohköstlich und zu 100 Prozent bio". Die Gräser würden nur einmal geschnitten, kein Halm wachse länger als zehn Tage. Die durch schonendes Pressen gewonnen Grassäfte enthalten Chlorophyll, Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe und seien nicht nur für Sportler, sondern generell wertvoll.
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