28.02.2018 - 20:00 Uhr
Steinberg am See

Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereins Obstanbau-Geschichte und viele Termine

Ein Referat des Kreisfachberaters Wolfgang Grosser über die "Geschichte des Obstanbaus im Landkreis Schwandorf" stand im Fokus der Frühjahrsversammlung des Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereins. Vereinsvorsitzender Paul Weiß gab die Termine für 2018 bekannt. Demnach wird am 10. und 17. März in Oder ein Baumschneidekurs abgehalten und am 20. März findet das Helferessen im Gasthaus Haller statt. Im April soll eine Blumenwiese an der Schule angelegt werden. Das Erdbeerfest für Kinder findet am 20. Juni statt. Für September ist ein "Kartoffelfest" für geplant und zusammen mit der HAK-Kindergruppe wird man eine "Rammadamma"-Aktion rund um den Steinberger See organisiert. Das traditionelle Erntedankfest findet am 7. Oktober im Pfarrheim statt und eine Woche später werden die Hecken am Friedhof geschnitten. Petra Weiß bot eine Kräuterführung an, die noch in das Jahresprogramm aufnehmen wird.

von Autor SJAProfil

Stellvertretender Landrat Jakob Scharf lobte die "wertvolle Arbeit unserer Obst- und Gartenbauvereine im Landkreis", vor allem das verstärkte Bemühen in der Jugendarbeit. In Steinberg regte er eine "vereinsübergreifende Zusammenarbeit" zum Thema "Heimat und Natur" an und würdigte das Engagement des 1957 gegründeten Ortsvereins, vor allem von Paul Weiß, der nun seit 29 Jahren an der Spitze des Vereins steht.

Kreisfachberater Wolfgang Grosser blendete ausgehend von der Symbolik des Apfels schon in der Bibel zu Beginn seines in jeder Hinsicht interessanten Referates in die Antike zurück, schlug dann den Bogen ins Mittelalter, wobei er vor allem auf die Rolle der Klöster im Obstanbau einging. Die Hussiten- und Bauernkriege, sowie der 30-jährige Krieg seien auch für den Obstanbau ein "schlimme Zeit" gewesen. Erst ab der Mitte des 18. Jahrhunderts sei der Obstanbau durch hoheitliche Verordnungen wieder mehr verbreitert worden. 1792 kannte man in der Triesdorfer Baumschule schon "eine große Menge von Apfelsorten". 1869 habe der Schwandorfer Bezirksarzt Dr. Baumann einen "Catechismus der Obstbaumzucht" geschrieben, wobei er in seiner Baumschule auf rund 5000 Obstbäume verweisen konnte. Grosser zeigte dann noch an historischen Beispielen aus Nabburg, Neunburg und Teublitz die Entwicklung im Raum Schwandorf auf .

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