16.01.2018 - 15:28 Uhr
StörnsteinOberpfalz

Neumarkter Oberbürgermeister beim Neujahrsempfang der Freien Wähler Ehrenamt kostet auch Nerven

Ein Loblied aufs Ehrenamt hören die Gäste beim Neujahrsempfang der Freien Wähler. Als Gast präsentiert Vorsitzender Johann Confal den Oberbürgermeister von Neumarkt.

Die Freien Wähler dankten den örtlichen Vereinen beim Neujahrsempfang für ihr Engagement. Erstmals die Frauenbeauftragten dabei.
von Werner ArnoldProfil

Confal freute sich über die große Resonanz der Vertreter aus Vereinen und Organisationen auf die Einladung ins Pfarrheim St. Salvator. Der Empfang findet im zweijährigen Rhythmus statt.

Das Ehrenamt habe viele Namen, sagte Confal. Man könne den freiwilligen Einsatz auch bürgerschaftliches Engagement, Freiwilligenarbeit oder auch Selbsthilfe nennen. "Wie wir diese Aufgabe betiteln ist eigentlich egal", so Confal. "Sie haben eines gemein, überall finden wir gelebte Selbstverwaltung. Die Tätigen sind in irgendeiner Form für andere Menschen da, oftmals auch da, wo Not am Mann oder der Frau ist. Unentgeltlich werden freiwillig Aufgaben und Arbeiten zugunsten der Mitmenschen übernommen."

In Deutschland seien es 23 Millionen Personen, die ehrenamtlich arbeiten. Stellvertretend nannte Confal die Kinder-, Jugend- und Seniorenbetreuung in allen Bereichen, die Feuerwehren und den Rettungsdienst. Ehrenamtliche gebe es in der Jugendarbeit, beim Sport, Natur- und Umweltschutz oder im Bereich der Pflege von Tradition und Kultur sowie in beiden Konfessionen. Dort reiche das Spektrum von den Ministranten und dem Kirchenchor bis zu allen, die auch sonst rund um die Kirchengemeinden mitarbeiten. "Solch ein Ehrenamt erfordere Zeit, Kraft, Ausdauer, Verlässlichkeit und manchmal koste es auch Nerven." Verantwortung zu übernehmen sei in der heutigen Zeit leider keine Selbstverständlichkeit mehr. "Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger Menschen für solche Aufgaben zu gewinnen.

Mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz seien sie Vorbild für unsere Gemeinde. "Ohne Ihr Engagement wäre unsere Gesellschaft eine andere", sprach Confal die Gäste auch direkt an. Das Ehrenamt brauche Wertschätzung und Anerkennung. "Man tut gerne Gutes, wenn man spürt, dass man gebraucht und geschätzt wird." Dafür gelte allen ein "Vergelt's Gott". Mit einem Gedicht von Johannes Thomas Hübner endete der Dank von Confal: "Nicht genug können wir danken, denn was Sie tun, macht Menschen froh, Ehrenamt kennt keine Schranken, wir wünschen uns: Macht weiter so!"

Als Gastredner war Oberbürgermeister Thomas Thumann aus Neumarkt gekommen. Er überbrachte auch die Grüße der Bezirksvorsitzenden Landrätin Tanja Schweiger. Neumarkt ist mit 40 000 Einwohnern die viertgrößte Stadt in der Oberpfalz. Wie gut es der Kommune geht, erläuterte der OB anhand einiger Zahlen.

So entwickle sich die Stadt enorm weiter. Im Haushalt gebe es 80 Millionen Euro an Rücklagen. Für 70 Millionen Euro wurde ein Ganzjahresbad gebaut. Seit seinem Amtsantritt hätten sich die Gewerbesteuer von 13 Millionen Euro und die Einkommensteuer von 11 Millionen Euro, mehr als verdoppelt, sagte Thumann.

In der Stadt gibt es 260 Vereine mit 20 bis 4200 Mitgliedern. "Es werden alle unterstützt und bei den sieben Sportvereinen pflegen wir deren Sportanlagen. Als erste Stadt in Bayern erhielten wir den Nachhaltigkeitspreis 'Fairtrade Towa' und eine Auszeichnung für den Klimaschutz."

Beim Neujahrsempfang gebe es keine politischen Reden, sagte der OB. Hier werden immer drei Ehrenamtliche ausgezeichnet. Die Einwohnerzahl steige durch Zuzüge.

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