18.02.2018 - 20:00 Uhr
Störnstein

Rupprecht unterstützt Forderung nach Zentren zur Erforschung psychischer Störungen Mit richtiger Therapie zurück ins Leben

Störnstein/Wöllershof. Was Albert Rupprecht am Freitag im Bezirkskrankenhaus Wöllershof bekanntgibt, klingt nach Durchbruch - wenn nicht bei der Regierungsbildung, so doch bei der Erforschung psychischer Störungen. Und der Weidener Bundestagsabgeordnete hat seinen Beitrag dazu geleistet: "Ich habe den entsprechenden Passus im Koalitionsvertrag formuliert", sagt der CSU-Politiker, "und der garantiert eine bessere Ausstattung bei der Erforschung dieser Volkskrankheit".

Lokaltermin in Wöllershof (von links): Dr. Dr. Helmut Hausner, Dr. Markus Wittmann, Prof. Rainer Rupprecht, Albert Rupprecht, MdB, Professor Dr. med. Peter Falkai, Bezirkstagspräsident Franz Löffler. Bild: exb
von Jürgen Herda Kontakt Profil

Gewicht verleihen diesem Statement nicht nur Bezirkstagspräsident Franz Löffler, die Hausherren Dr. Markus Wittmann, Ärztlicher Direktor Wöllershof, und Dr. Dr. Helmut Hausner, Direktor Wirtschaft und Finanzen. Als "herausragende Wissenschaftler in Deutschland auf ihrem Gebiet" lobt Rupprecht Prof. Rainer Rupprecht, den Ärztlichen Direktor des Bezirksklinikums Regensburg und Sprecher des "Deutschen Forschungsnetzes Psychische Erkrankungen" sowie Prof. Peter Falkai, Klinikdirektor an der LMU München und Pastpräsident der "Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde" (DGPPN).

Die beiden Professoren betonen die Notwendigkeit von Langzeitstudien und institutionalisierten Einrichtungen, für die sich Rupprecht einsetzen will: "Es besteht die Gefahr, dass die bereits genehmigten Projekte nach drei Jahren auslaufen." Wie in den vernetzten Krebs- oder Herzzentren sollten auch bei psychischen Erkrankungen Diagnose, Therapie und Medikation systematisch ausgewertet werden, um eine optimale Behandlung zu garantieren: "Es hat sich vieles verbessert", sagt Rupprecht, "aber es gibt noch großes Potenzial."

Wesentlich sei neben der Erforschung auch der Transfer in die Praxen vor Ort: Bisher bestünden noch hohe Hürden wie Terminschwierigkeiten oder die Suche nach dem richtigen Therapeuten und Behandlungsansatz vor Ort. Die Wissenschaftspraktiker betonten, man könne unter optimalen Bedingungen einem Großteil bisher isolierter, oft lebensuntüchtiger Kranker zu einem normalen Leben verhelfen.

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