25.02.2018 - 20:00 Uhr
Störnstein

Bürger-Energiegenossenschaft Zeno wählt Reinhard Gayer neuer Vorstand

Es ist quasi eine Zwischenstation für die Bürger-Genossenschaft "Zukunfts-Energie-Nordoberpfalz" (Zeno). 29 Mitglieder kamen im Landgasthof "Gigl" zusammen und wählen einen neuen Vorstand: Reinhard Gayer.

von Bernhard NeumannProfil

Gayer war seit der Gründung im Jahr 2011 im Aufsichtsrat tätig und übernahm an dem Abend aufgrund des einstimmig gefassten Beschlusses eines der beiden Vorstandsämter von Ludwig Gürtler. Der musste krankheitsbedingt ausscheiden und erntete für sein ebenfalls in die Anfänge zurückreichendes Engagement viel Lob. Der Störnsteiner Altbürgermeister Boris Damzog, er ist ebenfalls als Vorstand tätig, würdigte die Arbeit: "Zielorientiert, kompetent und gewissenhaft kümmerte sich Ludwig Gürtler mit uns um das Wohl der Genossenschaft."

Laut der ansonsten rundum positiv ausgefallenen Prüfung des Genossenschaftsverbandes wäre es nicht statthaft gewesen, mit der Neuwahl bis zu der im Sommer turnusgemäß anstehenden Mitgliederversammlung zu warten. Nun kümmert sich Gayer zusammen mit Damzog um die Abwicklung der Zeno-Geschäfte: "Mir liegt das am Herzen." Die nun offene Aufsichtsratsposition muss nicht gleich aufgefüllt werden. Das passiert in wenigen Monaten. Den Glückwünschen des Vorstandskollegen Damzog schlossen sich der Störnsteiner Bürgermeister Markus Ludwig, sowie vonseiten des Aufsichtsrates das Flosser Marktoberhaupt Günter Stich, der Flossenbürger Bürgermeister Thomas Meiler und Altbürgermeisterin Waltraud Benner-Post aus Leuchtenberg an.

Zufrieden zeigte sich das Führungsteam mit der Entwicklung hin zu eigenen Photovoltaikanlagen. Bereits in wenigen Tagen gehen Kollektoren mit 300 Kilowatt auf dem Dach der Firma Schulte & Schmidt in Vohenstrauß ans Netz. Hinzu kommen bis zum Sommer 750 Kilowatt auf der Mülldeponie Kalkhäusel. Das Interesse an der Zeno-Genossenschaft und deren Ziele verdeutlichen die Neuzeichnungen. In jüngster Zeit kamen 85 000 Euro hinzu. 231 Genossen halten insgesamt mehr als eine Million Euro.

Damzog mahnte, den Blick auf die "große Politik" gerichtet, eindringlich eine sinnvolle Fortsetzung der Energiewende an: "Die steckt in der Krise, und die Ziele sind in weite Ferne gerückt." Ein deutliches Votum "pro Zeno" gab es im Zusammenhang mit der Frage aus den Reihen der Veranstaltungsteilnehmer, ob sich nicht generell an der Struktur von Zeno etwas ändern müsse. Stich und Meiler blickten auch in die Zukunft: "Dass wir nicht auf der Stelle treten, zeigt sich beispielsweise am Bau von Anlagen, die in unserem Eigentum stehen."

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